Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail:
presse@zollernalbkreis.de

Telefon: 0 74 33 / 92-1137 oder
Telefon: 0 74 33 / 92-1136

Zentrales Fax: 07433/92-1667

Adresse:
Landratsamt Zollernalbkreis
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hirschbergstr. 29
72336 Balingen

Laubholzmistel bedroht Obstbäume

Früher als seltene Pflanze hoch geschätzt, ist die Laubholzmistel inzwischen zu einer ernsten Bedrohung für Obstbäume in den Streuobstwiesen geworden. Immer häufiger fallen die Misteln als große, immergrüne Kugel in Pappeln und Obstbäumen auf. Vor allem im Winter entziehen sie dem Baum Wasser und Nährstoffe und führen mittelfristig oft zum Absterben des ganzen Baumes. Deshalb sollten die Misteln jetzt mit dem Baumschnitt unbedingt entfernt werden.


Entgegen der landläufigen Meinung sind Misteln nicht geschützt und dürfen ohne Genehmigung entfernt werden. Lediglich für den gewerblichen Verkauf sind Ausnahmegenehmigungen von der Unteren Naturschutzbehörde erforderlich. Die Verbreitung erfolgt über die Samen mit klebriger, weißer Hülle durch verschiedene Vogelarten. An feineren Ästen sollten die Misteln bis 20 cm ins gesunde Holz ausgeschnitten werden. An Starkästen und am Stamm ist es ausreichend, wenn nur die Misteln ausgeschnitten oder ausgesägt werden. Dies erfolgt am Einfachsten mit Hilfe von ausziehbaren Stangensägen.

 

Die Laubholzmistel ist ein Halbschmarotzer. Sie bildet keine Wurzeln, sondern verankert sich im Baum mit sogenannten Haustorien, die in die Rinde eindringen und die Säfte entziehen. Jungbäume und Bäume, die einen regelmäßigen Schnitt erhalten und dadurch ein kräftigeres Wachstum zeigen werden weniger befallen. Neben dem Ausschneiden der Misteln ist der Baumschnitt deshalb die beste Methode, um einem Neubefall vorzubeugen.

 

Für Fragen steht die Obst- und Gartenbauberatung am Landratsamt unter 07433/92-1340 gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Obst- und Gartenbau erhalten Sie hier.