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Tabelle Holzeinschlag 2017 (4,2 KB)

Weitere Informationen

Übergangslösung zum Verkauf von Nadelstammholz aus dem Kommunalwald

Das Bundeskartellamt hat mit Verfügung vom 9. bzw. 15. Juli 2015 dem Land Baden-Württemberg den gemeinsamen Verkauf von Nadelstammholz aus Staatswald und Nichtstaatswald über 100 Hektar Wald untersagt. Gegen diesen Beschluss hat das Land zwischenzeitlich Beschwerde eingelegt. Bis zu einem abschließenden rechtskräftigen Gerichtsentscheid wird das Nadelstammholz aus dem Kommunalwald über 100 Hektar Wald deshalb seit 15.09. 2015 übergangsweise von der kommunalen Holzverkaufsstelle des Landratsamtes Zollernalbkreis verkauft. Diese Stelle ist organisatorisch, personell und räumlich von der unteren Forstbehörde getrennt und als Sachgebiet „Kommunale Holzverkaufsstelle“ beim Kommunalamt angesiedelt.  

Holzverkauf

Hacken von Energieholz auf der Waldstraße
Hacken von Energieholz auf der Waldstraße

Im Bereich des Forstamtes Zollernalbkreis werden für die betreuten Waldbesitzer pro Jahr zwischen 200.000 und 250.000 Festmeter (Kubikmeter) Stammholz, Industrieholz und Brennholz in einem Gesamtwert von rd. 15 Mio. Euro vermarktet.

Die Käufergruppe ist dabei weit gefächert und reicht von Sägewerken, über die Papierindustrie, Spanplattenhersteller bis zum Schreiner und Brennholzkunden vor Ort. Wie aus nachfolgender Tabelle mit dem Holzeinschlag des Jahres 2017 zu entnehmen ist, liefern dabei die Nadelbäume den Hauptanteil der genutzten Holzmenge.

Angesichts der Verkappung der fossilen Energieträger und der geänderten energiepolitischen Rahmenbedingungen hat Holz als Brennstoff in den letzten Jahren in seiner Bedeutung und Wertschätzung wieder deutlich zugenommen. Mit steigender Tendenz werden derzeit über ein Viertel des Gesamteinschlages als Brennholz aufgearbeitet und verkauft. Außerdem wird ein nicht unerheblicher Anteil des Derbholzes im Reisig (nach dem Einschlag im Bestand verbleibendes Restholz) als Flächenlos bzw. Reisschlag den Kunden als Brennholz zur Selbstaufarbeitung angeboten.

Neben der Bereitstellung von Brennholz wächst seit einigen Jahren der Markt für aus Waldrestholz erzeugten Hackschnitzel zur Energie- und Wärmegewinnung stetig an. Unterstützt durch Förderprogramme des Bundes und der Länder entstehen jährlich neue Heizanlagen in unterschiedlicher Größenordnung bis hin zu Großanlagen mit einer Verbrennungskapazität von weit über 100.000 Schüttkubikmeter pro Jahr. Den Waldbesitzern eröffnen sich hierdurch Möglichkeiten, bisher nicht genutztes Material aus Nadelholzkronen, faulen Restholzstücken, etc. ohne großen Aufwand mit einem positiven Deckungsbeitrag abzusetzen.

Die Nutzung dieser Wertschöpfungskette für die betreuten Waldbesitzer war und ist das erklärte Ziel des Forstamts. So wurde bereits vor 10 Jahren mit der Bereitstellung und Vermarktung von Waldhackschnitzeln begonnen. War ursprünglich mit dem Hacken von Reisig- und Gipfelmaterial aus waldästhetischen Gründen oder zur Beseitigung von für den Borkenkäfer bruttauglichen Materials bestenfalls Kostendeckung zu erreichen, können mittlerweile Waldhackschnitzel verschiedenster Qualitäten und mit großer Liefersicherheit für den Kunden bereitgestellt und gewinnbringend vermarktet werden. Derzeit werden im Zollernalbkreis jährlich ca. 60.000 Schüttkubikmeter Waldhackschnitzel bereitgestellt und damit fossile Energieträger, wie z.B. Heizöl in der Größenordnung von rd. 5,8 Millionen Liter (CO2-Einsparung von rd. 18.000 to) pro Jahr eingespart.


Der Zollernalbkreis nimmt hier landesweit eine Vorreiterrolle ein.