Ihr Ansprechpartner:

Herr Dr. Stähle
Tel.: 07433 / 92- 1906

Dienststelle:

Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Robert- Wahl- Str. 7
72336 Balingen

Tel.: 07433 / 92-1901
Fax: 07433 / 92-1933

E-Mail: veterinaeramt@zollernalbkreis.de

Tiergesundheit / Tierkörperbeseitigung

In der Tierseuchenbekämpfung steht der Schutz vor der Bedrohung durch Tierseuchen im Vordergrund. Tierseuchen wie Maul- und Klauenseuche, Rinderpest und Tuberkulose, die einen großen wirtschaftlichen Schaden verursachen können oder wie die Tollwut gefährlich für den Menschen sind, sind aus dem Landkreis seit Jahren verbannt.
Als Vorsorgemaßnahme, um schnell Maßnahmen gegen die Verschleppung eventuell auftretender Seuchen ergreifen zu können, wurden nahezu alle Tierhaltungen registriert. Dies betraf bis jetzt die Halter von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen , Einhufern (Pferde, Esel, Mulis), Geflügel und Bienen. All diese Betriebe wurden mit Betriebsnummern EDV-mäßig erfaßt. Dies ermöglicht im Seuchenfall unmittelbar die Feststellung aller in einem gewissen Umkreis gelegenen Haltungen bestimmter Tierarten.
Wichtig ist hierfür auch eine lückenlose Tierkennzeichnung der landwirtschaftlichen Nutztiere durch Ohrmarke, Tätowierung etc. und die Erfassung in einer zentralen Datenbank

Hund

Wer sein Haustier mit in den Urlaub nehmen möchte, sollte sich vorab bei seinem Tierarzt oder unter http://www.msd-tiergesundheit.de/news-public/aktuelle_einreisebestimmungen.aspx oder bei dem Konsulat des Reiselandes erkundigen, welche Bestimmungen für das gewünschte Reiseziel gelten. In manchen Fällen ist ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis erforderlich. Für Fragen bzw. zur Terminabsprache steht Ihnen das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung gerne unter der Tel.: 07433/92-1906 zur Verfügung

Tierkörperbeseitigung

Die tierseuchenrechtlichen Vorschriften werden durch die Bestimmungen zur Tierkörperbeseitigung ergänzt. Jedes tote Tier, egal woran es gestorben ist, unterliegt diesen Vorschriften. Dieses Vorgehen erhält vor dem Hintergrund der BSE-Situation in Europa eine ganz besondere Bedeutung und erfordert gerade bei gestorbenen Rindern, Schafen und Ziegen zusätzliche Maßnahmen. Neben Schlachtabfällen unterliegen auch die Abfälle von Lebensmitteln tierischen Ursprungs, die in der Gastronomie anfallen, den Beseitigungsbestimmungen. Gesondert wird aus den Schlachtbetrieben das sogenannte Risikomaterial von Rindern, Schafen und Ziegen entsorgt. Das grundsätzliche Verfütterungsverbot für Tiermehl, eine Folge der ersten BSE-Fälle in Deutschland, hat die Kosten der Tierkörperbeseitigung in der Folge stark erhöht. Die Überwachung der Einhaltung auch dieser Vorschriften obliegt den Tierärzten des Amtes.

Tollwutmonitoring


Mit der Änderung der Tollwutverordnung vom 4. Oktober 2010 ergaben sich für das jährliche Tollwutmonitoring einige Änderungen.
Mit der Neufassung des § 3a der Tollwutverordnung müssen nun alle sog. „Indikatortiere“ der Untersuchung auf Tollwut zugeführt werden.
Indikatortiere sind kranke, verhaltensgestörte oder anderweitig auffällige erlegte wild lebende Füchse, Marderhunde und Waschbären, sowie alle verendet (auch verunfallt) aufgefundenen Füchse, Marderhunde und Waschbären.
Gesund erlegte Tiere ohne Auffälligkeiten oder Krankheitserscheinungen werden nicht mehr in das Routinemonitoring einbezogen.
Das Land Baden-Württemberg zahlt den Jagdausübungsberechtigten zur Honorierung des Aufwandes zur Probenbereitstellung eine sog. Fuchsprämie. Die Gesamtzahl der landesweit prämierungsfähigen Tiere wurde auf 500 Indikatortiere festgesetzt (gedeckelt). Die Höhe der Prämie beträgt 25 €. Für die Erfassung bzw. Reihenfolge der Prämierungsfähigkeit ist das Eingangsdatum in den Untersuchungsämtern entscheidend. Die sog. Fuchstruhen (Standorte s. Anlage 1) (5,1 KB) können von den Jagdausübungsberechtigten im Zollernalbkreis genutzt werden um dort die Indikatortiere abzuliefern. Die Entleerung der Truhen erfolgt durch das Landratsamt (Veterinäramt) jedoch nur bei Bedarf und nicht bei jedem einzelnen Tier. D.h., wer seine Chancen auf Zuteilung einer Prämie insbesondere am Jahresende erhöhen möchte, muss sein Tier selbst nach Aulendorf zum Untersuchungsamt bringen.
 
Die Indikatortiere sind einzeln in stabilen Plastiksäcken zu verpacken und der vollständig ausgefüllte Untersuchungsantrag (Anlage 2) (23,8 KB) in einen separaten Beutel (z.B. Gefrierbeutel) mit einem stabilen Band außen zu befestigen. Das Veterinäramt wird die Prämienempfänger dann kontaktieren (Untersuchungsanträge bitte leserlich mit Kugelschreiber ausfüllen).

Betriebsregistrierung

Tierhalterantrag Baden-Württemberg (468,1 KB)

Merkblatt zur BVD-Bekämpfung

Bovine Virusdiarrhoe

anbei das aktuelle Merkblatt zur BVD-Bekämpfung zur Kenntnis (224,7 KB).

Merkblatt zu BHV1

BHV1

Fachliche Informationen zu BHV1 (171,5 KB)

Blauzungenkrankheit

Allgemeine Informationen zur Blauzungenkrankheit

Die Tierseuchenexperten aus Bund und Land rechnen mit einem erneuten Auftreten der Blauzungenkrankheit. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Rinder, Schafe und Ziegen. Für Menschen ist das Virus völlig ungefährlich. Während beim letzten Seuchenzug Süddeutschland aufgrund einer erfolgreichen Impfkampagne weitgehend von akuten Erkrankungen verschont geblieben war, stehen die Vorzeichen diesmal anders.

Von zwei Seiten, von Österreich und von Frankreich nähert sich die Krankheit unaufhaltsam. Einziges Mittel, das Schlimmste zu verhindern, ist eine vorbeugende, freiwillige Impfung der Tierbestände.

Nachdem sich die Auslieferung des Impfstoffes verzögert hatte, wurde dieser nun in der 17. Kalenderwoche an die praktizierenden Tierärzte verteilt. Damit kann mit der dringend nötigen Impfung nun endlich begonnen werden. Die Impfstoffkosten werden von der Tierseuchenkasse voll übernommen. Die Verrichtungsgebühren sind vom Tierhalter zu tragen.

Die Blauzungenkrankheit hatte sich, entgegen aller Erwartungen, auch über die Wintermonate weiter ausgebreitet. In Frankreich wurden 2016 bereits 89 weitere positive Fälle bestätigt. Die Restriktionszonen reichen nun bereits bis an die deutsch-französische Grenze heran. Auch in Österreich sind zwei weitere neue Fälle bekannt geworden.

Umso wichtiger ist es, eine "Barriere" an geschützten, d.h. geimpften Tieren in Baden-Württemberg zu erreichen. Die Tierhalter sind verpflichtet, die geimpften Rinder sowie die geimpften Schaf- und Ziegenbestände in der Datenbank HI-Tier (Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere; HIT) einzutragen.

Informationen dazu finden Tierhalter unter www.stua-aulendorf.de oder www.lkvbw.de oder www.mlr.baden-wuerttemberg.de

Anleitung HiT- Impfeintrag

Bedienungsanleitung für Rinder Tierärzte

Bedienungsanleitung für Schafe/ Ziegen Tierärzte

Bedienungsanleitung für Rinderhalter

Bedienungsanleitung für Schaf-/ Ziegenhalter