Die Grenze zwischen Computerspiel- und Internetlust und Sucht bzw. Abhängigkeit ist fließend und daher für Jugendliche und Kinder schwer erkennbar. Wann liegt eine Suchtgefährdung vor? Gibt es eine sinnvolle Prävention? Diese Fragen beschäftigen viele Eltern und Pädagogen. Die Auftaktveranstaltung zu den Medientagen 2010 am 1. März um 19:30 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes steht unter dem Titel "Computerspiele, Internet und Chats... Ist mein Kind mediensüchtig?" und geht auf diese Fragen ein. Veranstalter ist die Kreisjugendpflege beim Landratsamt, der Eintritt ist frei.
Nach der Begrüßung durch Landrat Günther-Martin Pauli MdL wird Dr. Peter Peukert, Psychologischer Leiter der Ambulanz für Internet- und Computersucht an der Tübinger Universitätsklinik, über das Problemverhalten informieren und aus dem Alltag der Tübinger Ambulanz sowie von seinen Erfahrungen aus der Spezialsprechstunde für computerspiel- und onlineabhängige Patienten berichten.
Die exzessive Nutzung des Computers und des Internets kann verschiedene Ursachen haben: In den meisten Fällen geht es um Online-Rollenspiele, aber auch Chatten oder das unkontrollierte Surfen im Internet können Merkmale eines süchtigen Verhaltens aufweisen. Die Betroffenen vernachlässigen andere wichtige Aktivitäten zugunsten der Nutzung dieses Mediums, spüren ein zwanghaftes Verlangen nach dieser Betätigung, können die Computernutzung zeitlich kaum noch kontrollieren und nehmen auch soziale oder gesundheitliche Nachteile in Kauf, um das Internet oder den Computer exzessiv nutzen zu können. Manchmal entstehen infolge dieser „Verhaltenssucht“ zusätzliche psychische Probleme.
