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  • Information (45,2 KB) zum Brennholz- und Flächenlosverkauf im Wald des Landes Baden-Württemberg (Staatswald)

Brennholz

Buchenbrennholz

Zur wohl ältesten Art, für behagliche Wärme im Haus zu sorgen, gehört sicher das Heizen mit Holz. Steigende Preise und endliche Ressourcen bei den fossilen Energieträgern, wie Erdöl und Erdgas tragen sicherlich dazu bei, dass Holz heute als Energieträger wieder eine wahre Renaissance erlebt.

Dafür sprechen folgende Gründe:

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Holz fällt bei der Waldpflege in großer Menge an und es wird immer nur soviel eingeschlagen wie nachwächst.
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Holz ist ein heimischer Rohstoff und damit sicher verfügbar. Anders als z.B. bei Erdöl und Erdgas, deren größte Lägerstätten sich oft in politisch instabilen Regionen befinden. Außerdem wird für die Aufarbeitung von Holz und den Transport auf „kurzem Wege“ im Vergleich zu anderen Energieträgern sehr wenig Energie verbraucht.
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Holz ist eine klimaneutraler Brennstoff. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung von Holz immer nur soviel Kohlendioxid in die Luft abgegeben wird, wie das Holz vorher durch sein Wachstum der Atmosphäre entzogen hat.

Aus den Wäldern des Zollernalbkreises werden jährlich rd. 65.000 Kubikmeter Holz in unterschiedlichsten Bereitstellungsformen der energetischen Nutzung zugeführt. Dadurch können rd. 16 Millionen Liter Heizöl eingespart werden.

Für den Endverbraucher bzw. Hausgebrauch wird Brennholz dabei in folgenden Bereitstellungsformen angeboten:

Brennholz in langer Form („Polterholz“)
Beim Brennholz-lang handelt es sich um ganze Stämme, die bereits aus der Waldfläche gezogen und an befahrbaren Waldwegen in Haufen („Polter“) zur Abholung durch den Kunden abgelegt wurden. Die vorentasteten Stämme müssen vom Kunden nur noch auf die gewünschte Länge abgesägt und gespalten werden.

Flächenlos oder Reisschlag

Ein Flächenlos ist einen fest abgegrenzter und markierter Bereich im Wald, in dem der Brennholzkunde das nach einem Holzeinschlag verbleibende Waldrestholz (Äste, Baumgipfel und Bruchholz über 7 cm Durchmesser mit Rinde) selbst aufarbeiten darf. Je nach Baumartenanteil, Holzmenge und Größe des Flächenloses ist der Preis sehr unterschiedlich. Holz aus Flächenlosen ist aber deutlich günstiger als Brennholz-lang, da das Holz vom Kunden selbst geastet, abgesägt und an den Waldweg verbracht werden muss.
   

Pflegliche und sichere Aufarbeitung von Brennholz im Wald
Waldarbeit ist eine gefährliche Tätigkeit. Das Forstamt, welches für die Betreuung des gesamten öffentlichen Waldes im Zollernalbkreis zuständig ist, legt deshalb größten Wert auf umweltgerechtes und sicheres Arbeiten. Dies umfasst auch den Einsatz der Motorsäge bei der Aufarbeitung von Brennholz im Wald. Flächenlose und Brennholz dürfen im Wald nur von Personen aufgearbeitet werden, die das Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben und mit der Motorsäge sicher umgehen können. Als Nachweis für den sicheren Umgang wird grundsätzlich die erfolgreiche Teilnahme an einem entsprechend qualifizierten Motorsägenlehrgang verlangt. Anstelle des Motorsägenlehrgangs kann die Sachkunde für den Umgang mit der Motorsäge aber auch durch den Nachweis einer Berufsausbildung und/oder mehrjährigen beruflichen Tätigkeit in der Holzernte erbracht werden.
Des Weiteren dürfen zur Brennholzaufarbeitung nur Maschinen, Geräte und Werkzeuge benutzt werden, die sich in einem absolut betriebssicheren Zustand befinden. Außerdem verpflichtet sich jeder Kunde, der selbst Brennholz im Wald aufarbeitet, dass seine Motorsäge nur mit biologisch abbaubarem Kettenhaftöl und Sonderkraftstoff betrieben wird.

Damit Sie sich als Brennholzkunde einen umfassenden Überblick über die pflegliche und sichere Aufarbeitung von Brennholz im Wald verschaffen können, stellen wir Ihnen auf dieser Seite alle weiteren wichtigen Informationen zum Download bereit. Die dort für den Staatswald im Zollernalbkreis genannten Bestimmungen für den Erwerb und die Aufarbeitung von Brennholz können sinngemäß auf den betreuten Kommunalwald übertragen werden.
   

Angebot Motorsägenlehrgänge
Für interessierte Brennholzkunden und Privatwaldbesitzer bietet das Forstamt die Teilnahme an speziellen Motorsägenlehrgängen an. Je nach Zielgruppe werden dabei ein- oder zweitägige Motorsägenlehrgänge angeboten. Der eintägige Kurs richtet sich speziell an die Kunden, die im Wald Brennholz-lang oder Flächenlose mit liegendem Holz aufarbeiten wollen. Nebst Wartung, Pflege und richtiger Schnitttechnik werden dort von erfahrenen Ausbildern den Teilnehmern vor allem die Grundlagen für die richtige Handhabung der Motorsäge vermittelt. Beim zweitägigen Motorsägengrundlehrgang werden darüber hinaus Fällungsübungen an Bäumen unter einfachen Verhältnissen durchgeführt. Dieses Kursangebot ist speziell an den Bedürfnissen der Privatwaldbesitzer ausgerichtet.

Folgende Lehrgänge werden zur Zeit angeboten: Lehrgangsliste 2018 (3,7 KB)

Zur Anmeldung an einem der genannten Motorsägenlehrgänge setzen Sie sich bitte mit dem Forstamt unter der Tel.-Nr. 07433/92-1502 oder per Email unter forstamt@zollernalbkreis.de in Verbindung. Dort erhalten Sie auch alle weiteren Informationen und Unterlagen, die für die Teilnahme an den Lehrgängen von Bedeutung sind.

Darüber hinaus werden auch von den zuständigen Unfallversicherungsträgern oder von privaten Dienstleistern Motorsägenlehrgänge angeboten. Wichtig ist, dass die eingesetzten Ausbilder über das notwendige Fachwissen, die erforderlichen Fertigkeiten und über ausreichende pädagogische Kenntnisse zur Wissensvermittlung verfügen. Diese Anforderungen werden z.B. von Forstwirtschaftsmeistern erfüllt.

Brennholzverkauf
Sollten Sie am Kauf von Brennholz-lang oder eines Flächenloses interessiert sein, bitten wir Sie, Ihre Bestellung an das Forstamt oder gleich direkt an den örtlich zuständigen Forstrevierleiter zu richten.
Aufgrund der großen Nachfrage sind bereits einige Kommunalwaldbesitzer im Zollernalbkreis dazu übergegangen, ihren Brennholzverkauf nur noch an öffentlich ausgeschriebenen Versteigerungsterminen durchzuführen. Diese jährlich stattfindenden Versteigerungstermine können Sie den örtlichen Mitteilungsblättern oder der regionalen Tagespresse entnehmen.