Bodenaushubdeponien

Zur Ablagerung von Erdaushub gibt es im Zollernalbkreis Bodenaushubdeponien, die von den Städten und Gemeinden oder vom Landkreis betrieben werden. Da bei den einzelnen Deponien unterschiedliche Annahmebedingungen gelten, sollte man sich vorab beim jeweiligen Deponiebetreiber informieren.

Der Landkreis betreibt seit 01.07.2018 die Erddeponien "Schönbuch" in Albstadt-Tailfingen und "Hölderle" in Balingen-Weilstetten.

Beide Erddeponien sind zu folgenden Zeiten geöffnet:
1.4. - 31.10.:
Montag - Freitag:   7.30 - 17 Uhr
Samstag:                7.30 - 12 Uhr
(letzte Einfahrt 15 min. vor Schließung)

1.11. - 31.3.:
Montag - Freitag:   8 - 16 Uhr
Samstag:                8 - 12 Uhr
(letzte Einfahrt 15 min. vor Schließung)

Telefonnummer Erddeponie Albstadt-Tailfingen "Schönbuch": 07431 / 8000-1890
Telefonnummer Erddeponie Balingen "Hölderle": 07433 / 92-1893

Auf den Erddeponien kann unbelasteter Erdaushub mit den Abfallschlüsselnummern
 
17 05 04 Boden und Steine mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 05 03 fallen

20 02 02 Boden und Steine

angenommen werden. Der Aushub hat die Zuordnungswerte Z0 nach der Verwaltungsvorschrift des Umweltministeriums Baden-Württemberg für die Verwertung von als Abfall eingestuftem Bodenmaterial vom 14.03.2007 (VwV Boden) und die Zusatzparameter nach der Deponieverordnung (DepV) für die Deponieklasse DK 0 einzuhalten.


Annahmeverfahren

Eine Anlieferung auf den Bodenaushubdeponien ist nur mit einer ausgefüllten Anlieferungserklärung möglich.

Die Formulare finden Sie hier:

- Anlieferungserklärung für Bauschutt - Standort Albstadt (73,7 KiB)

- Anlieferungserklärung für Bauschutt - Standort Balingen (71,4 KiB)

- Anlieferungserklärung für Bodenaushub - Standort Albstadt (83,1 KiB)

- Anlieferungserklärung für Bodenaushub - Standort Balingen (83 KiB)


Je nach Gegebenheiten muss zwischen dem 'Vereinfachten Annahmeverfahren' und dem 'Förmlichen Annahmeverfahren' unterschieden werden. Welches Verfahren für Sie zutrifft, können Sie den unten stehenden Kriterien entnehmen.


Vereinfachtes Annahmeverfahren
 
Unbelasteter Aushub aus unbebauten Grundstücksflächen kann ohne chemische Analyse angeliefert werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

- Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Zuordnungswerte Z 0 der VwV Boden und die
  Zuordnungswerte des Anhangs 3 DepV für die Deponieklasse 0 überschritten sind.

- Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass der Aushub durch Schadstoffe, für die in Anhang 3
  keine Zuordnungskriterien festgelegt sind, so verunreinigt ist, dass das Wohl der Allgemeinheit
  bei einer Ablagerung beeinträchtigt wird.

- Der Aushub stammt von nur einer Anfallstelle.

- Der Aushub enthält keine Fremdstoffe.

- Der Aushub stammt nicht aus:

     - aufgefüllten Flächen, aufgefüllten Arbeitsräumen,

     - asphaltierten Flächen wie Straßenflächen, Stell- und Parkplätzen, asphaltierten
       Umschlagsflächen,

     - bebauten bzw. ehemaligen Industrie- und Gewerbeflächen,

     - Altlastenverdachtsflächen oder

     - Altlastensanierungsmaßnahmen.

Die Liste ist beispielhaft und nicht abschließend. Es wird auf die Anlieferungserklärung verwiesen.

Der Anlieferer (Abfallerzeuger/Lieferant) hat die ausgefüllte und unterschriebene Anlieferungserklärung mindestens 14 Tage vor Anlieferungsbeginn zur Prüfung beim Landratsamt, Abfallwirtschaftsamt abzugeben. Der Anlieferer erhält eine formlose Bestätigung über die Anlieferung. Die Anlieferungserklärung ist bei der Anlieferung auf der Deponie vorzulegen.

Bei Mengen über 3.000 t ist zusätzlich zur Anlieferungserklärung das Beiblatt "Verwertungsprüfung zur Grundlegenden Charakterisierung" erforderlich.

Die Anlieferungserklärung wird zeitlich befristet. Der Anlieferungszeitraum ist anzugeben

Um nachzuweisen, dass keine Verdachtsmomente vorliegen, können auch Schürf- oder Bohrbeprobungen herangezogen werden. Der Verfahrensverlauf in diesen Fällen ist direkt mit dem Landratsamt, Abfallwirtschaftsamt abzustimmen.


Förmliches Annahmeverfahren

Wenn das vereinfachte Annahmeverfahren nicht erfolgen kann, ist entsprechend § 8 DepV vor der ersten Anlieferung die "Grundlegende Charakterisierung" des Abfalls vorzulegen. Für die "Grundlegende Charakterisierung" des Abfalls sind Haufwerksbeprobungen erforderlich.

Der Anlieferer (Abfallerzeuger/Lieferant) hat mindestens 14 Tage vor Anlieferungsbeginn einen Antrag auf Anlieferungsfreigabe beim Landratsamt, Abfallwirtschaftsamt zu stellen.

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

- Anlieferungserklärung

- Formblatt "Grundlegende Charakterisierung" gemäß § 8 DepV

- Mustertabelle zur Bestimmung der Werte zur grundlegenden Charakterisierung eines Abfalls
  (WgC-Tabelle)

- Probenahmeprotokoll gemäß LAGA PN 98 mit Fotos

- Probenliste gem. LAGA PN 98

- Aktuelles Fachkundezertifikat des Probenehmers

- Probenvorbereitungsprotokoll/Probenbegleitprotokoll

- Erklärung der Untersuchungsstelle

- Analysen des Materials nach DepV, Anhang 3 Nr. 2 und nach VwV Boden, Ziffer 6.2;
  Probenreduzierung auf je 2 vollständige Laboranalysen bis zu 500 m³ nur möglich, wenn ein
  homogener Abfall vorliegt; über 500 m³ sind entsprechend mehr Laborproben zu analysieren

- Chemisch inhomogene Parameter über dem Zuordnungswert sind grundsätzlich
  nachzuanalysieren

- Beiblatt "Verwertungsprüfung zur Grundlegenden Charakterisierung" bei Mengen über
  3.000 t

Das mit der Analyse beauftragte Labor muss für die entsprechenden Untersuchungsmethoden akkreditiert sein.

Das Probenahmeprotokoll muss dem Labor vorgelegt werden.

Der Antrag auf Anlieferungsfreigabe wird durch das Landratsamt, Abfallwirtschaftsamt geprüft und förmlich und gebührenpflichtig freigegeben. Sollten Zuordnungswerte überschritten sein, muss vom Deponiebetreiber eine Zustimmung zur Ablagerung bei der zuständigen Behörde, dem Regierungspräsidium Tübingen, eingeholt werden. Die Freigabe ist bei der Anlieferung auf der Deponie vorzulegen.


Gebühren
   
Boden und Steine                              8,80 EUR/Tonne

Kleinmengen bis zu 1 Tonne werden pauschal mit 6,00 EUR abgerechnet.


Ziegel

Sortenreine Ziegel ohne Fremdstoffe werden bei Bedarf als Deponieersatzbaustoff ohne Analyse kostenlos angenommen. Hier veranlasst das Abfallwirtschaftsamt die notwendigen Untersuchungen und Analysen.


Bauschutt

Folgende Abfälle können bei Bedarf auf den Erddeponien nur zur Verwertung im Wegebau angenommen werden, wenn diese analytisch untersucht wurden und die Zuordnungswerte Z 1.1 der Vorläufigen Hinweise zum Einsatz von Baustoffrecyclingmaterial des Umweltministeriums Baden-Württemberg vom 13.04.2004 (sog. Dihlmann-Erlass) einhalten.
 
Abfallschlüssel
17 01 01 Beton
17 01 02 Ziegel
17 01 03 Fliesen und Keramik
17 01 07 Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik mit Ausnahme derjenigen, die
              unter 17 01 06 fallen


Grüngutsammelplätze

Hecken- und Baumschnitt, Reisig und Wurzelwerk (ohne Boden und Steine) können bis 2 cbm kostenlos abgegeben werden.


Rasenschnitt

Reiner frischer Rasenschnitt kann von April bis November bis 1 cbm kostenlos angenommen werden.


Sperrmüll

Seit 1.1.2019 kann auf den Erddeponien Albstadt und Balingen auch Sperrmüll abgegeben werden. Die Abgabe ist nur samstags möglich!

 
Angenommen werden Polstermöbel, Matratzen, Teppiche, Koffer, Spiegel und große Kunststoffgegenstände wie z. B. Regenfässer, Gartenmöbel usw.

Gebühren: 144,00 EUR/Tonne
Kleinmengen bis zu 200 kg werden pauschal mit 28,50 EUR abgerechnet.

Mit dem Formular "Anmeldung zur Abholung sperriger Abfälle" kann alternativ zur Abholung am Haus einmal im Jahr pro Grundstück bis zu je 3 cbm Sperrmüll, Altholz und Metallschrott kostenlos angeliefert werden. Nicht angenommen werden normaler Hausmüll, Elektrogeräte sowie mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz und behandeltes Holz aus dem Außenbereich.