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Allgemeinverfügung über das Verbot der Wasserentnahme aus öffentlichen Gewässern tritt ab Samstag, 23. Juli, in Kraft

Gelbe Kreissilouette mit der Aufschrift "Öffentliche Bekanntmachung"

Die Gewässer im Zollernalbkreis weisen weiterhin einen niedrigen Wasserstand auf. Wie bereits am Dienstag angekündigt, erlässt das Landratsamt in der Folge eine Allgemeinverfügung über das Verbot der Wasserentnahme. Diese tritt am Samstag, 23. Juli in Kraft.

Das Wasser erwärmt sich bei niedrigem Pegelstand und bei den aktuellen Temperaturen stärker, in der Folge sinkt der Sauerstoffgehalt. Bei geringer Wasserführung reduziert sich die Fließgeschwindigkeit und bewirkt in Verbindung mit hohen Wassertemperaturen, dass das natürliche Selbstreinigungsvermögen der Gewässer abnimmt. Die Gewässerökologie kann hierdurch erheblich und langfristig geschädigt werden. Liegen die Abflüsse und Wasserstände über längere Zeit auf einem sehr niedrigen Niveau, kann das Gewässer als Lebensraum für Pflanzen und Tiere im Gesamten geschädigt werden und im Extremfall verloren gehen. 

„Gerade die noch wasserführenden Quellen oder Brunnen haben in der angespannten Lage eine wichtige Bedeutung für den Wasserhaushalt, da diese den Wassernachschub gewährleisten.“, erklärt Max Docken vom Amt für Umwelt und Abfallwirtschaft. Quellen oder Brunnen, die in einem Kanal münden, fließen direkt oder über die Kläranlage den Bächen zu.

Vor diesem Hintergrund hält es das Landratsamt für erforderlich, die im Rahmen des wasserrechtlichen Gemeingebrauchs erlaubnisfrei möglichen Wasserentnahmen einzuschränken, um die Lebensbedingungen in den Gewässern durch künstliche Entnahmen nicht noch weiter zu verschlechtern. Die Maßnahme dient dem Schutz des Wasserhaushalts als Ganzes.

Die Allgemeinverfügung im Wortlaut kann hier abgerufen werden.