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Austauschtreffen ‚barrierefreier Nahverkehrsplan‘

Dezernent Georg Link im Selbstversuch: Welche Barrieren bestehen im ÖPNV im Zollernalbkreis?

Der Bordstein an der Bushaltestelle kann für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen schnell zu einer unüberwindbaren Hürde werden. Schmale Gehsteige lassen kaum die Möglichkeit zum Wenden, Fahrpläne sind auf einer Höhe angebracht, die aus Rollstuhl-Perspektive nur mit großer Mühe gelesen werden können. Das konnten die Teilnehmenden des Austauschtreffens „barrierefreier Nahverkehrsplan“ in einem Selbstversuch in Burladingen erfahren.

Sozial- und Rechtsdezernent Georg Link, Bürgermeister Davide Licht, Vertreter des Verkehrsamts und Sozialamts des Zollernalbkreises sowie Aktive mehrerer Selbsthilfegruppen aus dem Zollernalbkreis hatten sich zu diesem Austausch getroffen. Ziel war es, gewonnene Erkenntnisse in die derzeit laufende Fortschreibung des Nahverkehrsplans einfließen zu lassen.

„Inklusion funktioniert nicht ohne Barrierefreiheit“, betonte Dezernent Link eingangs. Dies bedeute, dass Gebäude, öffentlichen Plätze, Verkehrsmittel und Dienstleitungen so gestaltet sind, dass sie für jeden und ohne fremde Hilfe zugänglich sind. Und so stiegen er und weitere Beteiligte selbst für einige Zeit in einen Rollstuhl, um die Hürden, die sich bei der Nutzung eines Linienbusses ergeben, einmal selbst zu erfahren. Letzteren hatte das Verkehrsunternehmen SWEG zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt.

Die Selbsthilfegruppe „Barrierefrei on Tour“ erläuterte, welche Herausforderungen es aus ihrer Sicht bei den Haltestellen im Zollernalbkreis in Bezug auf die Barrierefreiheit gibt: Nicht nur Menschen mit Behinderung sind von der Barrierefreiheit abhängig. Senioren, Familien und Personen, die nur vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, profitieren davon. Ute Tatzel-Nowel, Leiterin der Selbsthilfegruppe ergänzt: „Eine Barrierefreiheit für alle bedeutet einen Alltag ohne Verzicht und Einschränkungen“.

Seit 1998 hat der Zollernalbkreis einen Nahverkehrsplan. Dieser fasst den Bestand des ÖPNV im Landkreis zusammen, bewertet diesen und gibt Ziele für dessen Weiterentwicklung vor. Er beinhaltet unter anderem Rahmenvorgaben für das Erreichen einer möglichst weitreichenden Barrierefreiheit.