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Breitbandausbau im Zollernalbkreis

Der weltweite digitale Wandel geht mit rasender Geschwindigkeit voran. Eine schnelle Internetversorgung trägt wesentlich zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung und somit zu einer gesteigerten Lebensqualität bei. Darüber hinaus ist eine schnelle Internetversorgung für viele Gewerbetreibende eine existentielle Frage und ein wichtiger Standortfaktor. Aus diesem Grund haben sich die Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis für den Aufbau eines kommunalen Glasfasernetzes entschieden. 

89,5 Kilometer Backbone für den Zollernalbkreis
Eines der größten Projekte ist derzeit der Bau des 89,5 km langen Backbone-Netzes in Bisingen, Burladingen, Geislingen, Haigerloch, Hausen am Tann, Meßstetten, Obernheim, Ratshausen, Schömberg und Weilen unter den Rinnen. An mehreren Stellen im Zollernalbkreis rollen seit April 2021 die Bagger der Netze BW. Bis heute wurden 26,8 km Tiefbau fertiggestellt. Parallel beginnt der Glasfasereinzug bei den ersten Teilnetzen. Die Fertigstellung der Backbonetrassen ist für das dritte Quartal 2022 geplant. Mehr als die Hälfte davon ist bereits gebaut. 

Parallel dazu beginnen viele Kommunen im Zollernalbkreis mit dem innerörtlichen FTTB-Ausbau („fibre to the building“). Das heißt, die Glasfaser wird direkt ans Haus geführt. Alle Schulen im Zollernalbkreis werden in naher Zukunft mit einem Glasfasersignal der Kommune bedient. Neben den fünf Gewerbegebieten, welche bereits angeschlossen sind, werden neun weitere Gebiete mit Glasfaser erschlossen. In Rosenfeld-Täbingen und Dautmergen erfolgt bereits der FTTB-Ausbau für Privathaushalte. 
Die vielen Baustellen im Landkreis machen sehr deutlich, wie wichtig einheitliche Qualitätsstandards beim Bau des Glasfasernetzes sind. Diese werden bei den Baumaßnahmen durch den Verbund Komm.Pakt.Net vorgegeben. Inzwischen sind acht Landkreise und über 250 Städte und Gemeinden dem Verbund beigetreten. Komm.Pakt.Net bündelt die Interessen der Kommunen und hebt somit Synergien. 

Breitbandkoordinatoren begleiten von Antragstellung bis Einweihung
Die Breitbandkoordinatoren des Landkreises unterstützten die Städte und Gemeinden nicht nur bei gemeindeübergreifenden Ausschreibungen (Netzbetrieb, Masterplanung, Generalübernehmer), sondern begleiten jedes Glasfaserausbauprojekt von der Förderantragsstellung bis zur Inbetriebnahme. Sie sind die Schnittstelle zwischen Komm.Pakt.Net, den Förderstellen, den Netzbetreibern und den Ingenieurbüros. 

„Die hohen Kosten für den Breitbandausbau sind für alle Städte und Gemeinden eine große Herausforderung“, erklärt Andrea Gobbo, Leiterin des Amtes für Digitalisierung. „Ohne die Förderprogramme von Bund und Land wäre der Glasfaserausbau für die Städte und Gemeinden nicht umsetzbar“. Dennoch nehmen sie diese Herausforderung an und bauen ein kommunales Glasfasernetz auf. In den letzten Jahren wurden von Bund und Land ca. 44 Mio. Euro Fördermittel für die Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis bewilligt.

Zahlen – Daten – Fakten
· Die Gesamtlänge des Backbonenetzes im Zollernalbkreis umfasst 317 Kilometer.
· 125 Kilometer davon können von anderen Infrastrukturanbietern gepachtet werden. 192 Kilometer werden von den Städten und Gemeinden im Zollernalbkreis gebaut.
· 125,8 Kilometer davon wurden bereits fertiggestellt. Dies entspricht einem Anteil von 65,5 Prozent des gesamten Backboneausbaus. Nach Projektende mit Netze BW (drittes Quartal 2022) werden insgesamt 188,5 Kilometer realisiert sein. 

(Erstellt am 03. September 2021)