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Corona-Krisenmanagement für den Zollernalbkreis analysiert

Hinsehen, analysieren und bewerten: Die kommunale Gesundheitskonferenz am 29. Juli in der Hohenzollernhalle in Bisingen hatte zum Ziel, Erkenntnisse aus dem Corona-Krisenmanagement zu gewinnen, die im Falle einer zweiten Infektionswelle hilfreich sein können. Eingeladen waren Vertreter des Corona-Krisenstabs, der Kommunalpolitik, des regionalen Gesundheitswesens und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg.  

Mit einem neuen Amt für Bevölkerungsschutz hat die Landkreisverwaltung rasch auf die Corona-Krise reagiert. Kreisbrandmeister Stefan Hermann, der das neue Amt leitet, stellte die einzelnen Maßnahmen im Kreis dar. Regelmäßige Krisenstabssitzungen, das Einrichten einer Bürgerhotline, die Inbetriebnahme des DRK-Testzentrums und der Corona-Schwerpunktambulanz (CSA) sowie der vorbeugende Aufbau einer Corona-Station zur Entlastung der Kliniken waren nur ein Teil der umgesetzten Maßnahmen. Als Herausforderungen wurden zum Beispiel die knappen personellen und materiellen Ressourcen genannt.  
„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir uns auf starke Partner im Gesundheitswesen stützen können. Im Namen der Bevölkerung danke ich allen Beteiligten - dem Zollernalb Klinikum, den Acura Kliniken, der Ärzteschaft und dem DRK - für das hervorragende Engagement“, so Landrat Günther-Martin Pauli. Die Suche nach einem langfristigen Standort für die Corona-Schwerpunktambulanz beschäftigt zurzeit die Landkreisverwaltung und Dr. Daniel Urban, dem leitenden Arzt der CSA, und sein Team. Landrat Pauli ist zuversichtlich, dass hier eine schnelle Lösung gefunden wird.  „Die Corona-Schwerpunktambulanz wurde zum Erfolgsmodell“ ergänzte Dr. Gabriele Wagner, Dezernentin für Gesundheit und Lebensraum. Die ambulante ärztliche Versorgungssituation im Zollernalbkreis war schon vor der Corona-Krise angespannt. „Im Zollernalbkreis gibt es aktuell 30 freie Hausarztsitze und die praktizierenden Kollegen haben ein hohes Durchschnittsalter. Die zentrale Lösung der Corona-Schwerpunktambulanz entlastet die niedergelassenen ärztlichen Kollegen und hilft ihnen dabei, die normalen Aufgaben des Praxisalltags zu bewältigen“, so Dr. Urban. Neben der Standortsuche befasst er sich nach wie vor mit der Suche nach geeignetem Personal für die CSA und kann Interessenten ermutigen: „Seit Inbetriebnahme der CSA gab es keine nachgewiesene Covid-19 Erkrankung unter den Angestellten. Die Gefahr einer Infektion ist bei entsprechenden Schutzmaßnahmen gering.“ Hauptziel ist es nun, sich optimal auf die Testung von Reiserückkehrern und auf die steigende Zahl an Infekten ab Herbst vorzubereiten.“ Dr. Gerhard Hinger, Geschäftsführer des Zollernalb Klinikums ging in seinem Vortrag konkreter auf das Krisenmanagement des Zollernalb Klinikums ein. Als wichtige Bausteine stufte er eine zielführende Kommunikation, regelmäßige Abstimmungen mit dem Krisenstab, die Weiterentwicklung in Bezug auf elektronische Medien sowie eine unkomplizierte Entscheidungsfindung ein.  Der Wunsch, die Kommunikation zwischen Landratsamt und Ortpolizeibehörden zu intensivieren, wurde als konstruktive Kritik von der Verwaltung aufgenommen. Weitere Verbesserungsvorschläge und Hinweise zur Krisenevaluation nimmt das Amt für Bevölkerungsschutz gerne bis Montag, 10. August 2020 unter bevoelkerungsschutz@zollernalbkreis.de entgegen.