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Das Winterquartier für den Maiszünsler mechanisch beseitigen

In einem Maistängel krabbelt eine Raupe
Maiszünslerraupe im Stängel

In der ersten Septemberwoche fand auf Einladung des Landwirtschaftsamtes Zollernalbkreis auf dem Demonstrationsbetrieb zur Pflanzenschutzmittelreduktion von Christoph Wachendorfer in Täbingen ein Felderabend zur mechanischen Maiszünslerbekämpfung statt.

Der Maiszünsler ist ein nachtaktiver Schmetterling, welcher erhebliche Fraßschäden und damit Ernteverluste an den Maispflanzen verursachen kann. Das Weibchen des Maiszünslers legt die Eier Anfang bis Mitte Juli auf die Blattunterseite der Maispflanze ab. Nach 7 bis 14 Tagen schlüpfen die Raupen und fressen sich durch den Maisstängel oder den Maiskolben durch und überwintern schließlich in den unteren Abschnitten der Maisstängel, welche nach der Ernte als sogenannte Stoppel auf dem Feld bleiben. Im Frühjahr erfolgt in diesen Maisstängeln die Verpuppung. Ende Juni bis Anfang Juli schlüpfen die Maiszünsler und der Kreislauf beginnt von vorne. 

Die Stoppelbearbeitung nach der Silomaisernte bietet folglich eine Möglichkeit zur mechanischen Maiszünslerbekämpfung. Damit die Raupen nicht in den Stoppeln überwintern können, müssen diese aufgebrochen werden. D.h. die Maisstängel werden soweit zerkleinert, dass sie keine Überwinterungsmöglichkeit mehr bieten.

Im Zuge des Felderabends wurden verschiedene Geräte zur Beseitigung der Winterquartiere für die Maiszünslerraupe auf dem Feld vorgeführt und erprobt. So konnte beispielsweise die Arbeitsweise der Kettenscheibenegge im Vergleich zur Messerwalze und zu einem Mulchgerät auf dem Feld beurteilt werden. Die Veranstaltung stieß seitens der Landwirte auf reges Interesse. So folgten über 50 Personen der Einladung und diskutierten bis in die Dämmerung hinein die unterschiedlichen Arbeitsergebnisse der Geräte. 

(Erstellt am 21. September 2022)