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Gläserne Produktion 2019 - Felderführung auf dem Betrieb „Bio Pfister“

Gläserne Produktion - Felderführung

Hochwertige Öle, bunte Bienenweiden und praktischer Klimaschutz auf dem Acker - hinter dem Betrieb „Bio Pfister“ steckt viel mehr als nur die bekannte „Zollernalb Linse“. Was genau, das erklären die Gebrüder Pfister gerne bei der Felderführung am Samstag, 6. Juli 2019 im Rahmen der diesjährigen Gläsernen Produktion.

Dass der biologisch wirtschaftende Betrieb „Bio Pfister“ auf den Ackerflächen in Burladingen-Ringingen die weit über die Kreisgrenzen bekannten „Zollernalb Linsen“ anbaut und diese direkt in seinem Hofladen in Burladingen-Killer vermarktet, das ist bekannt. Dass die Gebrüder Pfister ihre Produkte aus dem Ackerbau auch selbst veredeln und in der hauseigenen Ölpresse beispielsweise schmackhaftes Leinöl herstellen hingegen nicht. Wolfgang Pfister schmunzelt, wenn er erstaunte Verbraucher von diesem Leinöl kosten lässt, das schonend und der Frische wegen nur in kleinen Chargen gepresst wird und entgegen der landläufigen Meinung überhaupt nicht bitter schmeckt. Am 6. Juli 2019 erhalten interessierte Verbraucher Gelegenheit, mit Wolfgang Pfister auf Erkundungstour über seine Ackerflächen in Burladingen-Ringingen zu gehen. Dabei gibt es an verschiedenen Stationen Interessantes zu entdecken, zum Beispiel den „Iberischen Drachenkopf“. Dieses Jahr ist er vereinzelt in der Mischkultur mit der „Zollernalb Linse“ und Leindotter zu finden - einer von vielen Anbauversuchen der experimentierfreudigen Gebrüder Pfister. Der „Iberische Drachenkopf“ stammt ursprünglich aus Osteuropa und wurde dort früher zur Ölgewinnung angebaut. Mittlerweile ist die Pflanze allerdings eine alte, in Vergessenheit geratene Kulturpflanze, die längst von ökonomisch lohnenswerterem Raps- und Sonnenblumen-Anbau verdrängt wurde. Wolfgang Pfister hingegen ist mit dem Ölsaaten-Exot zufrieden. Der Drachenkopf wächst sehr schnell, weshalb eine Unkrautbekämpfung nicht notwendig ist. Außerdem scheinen die kleinen, weißen Einzelblüten für zahlreiche Insekten und Bienen hoch attraktiv zu sein – ein positiver Nebeneffekt für den begeisterten Imker. So können die Gebrüder Pfister nun Drachenkopf-Honig verkaufen und im Spätsommer die Samen zu hochwertigem Drachenkopf-Öl in der hauseigenen Presse verarbeiten. Der Anbau der Nischen-Ölsaat ist somit sowohl aus ökologischer, als auch aus ökonomischer Hinsicht lohnenswert. Die Schlagworte Biodiversität und Nachhaltigkeit sind den Gebrüdern Pfister prinzipiell ein wichtiges Anliegen. Wolfgang Pfister beschäftigt sich neuerdings mit der „regenerativen Landwirtschaft“ und dem Einsatz von effektiven Mikroorganismen. So setzen sie momentan versuchsweise fermentierten, mit effektiven Mikroorganismen angereicherten Kompost, auf vereinzelten Testflächen ein. Wolfgang Pfister sieht dies als Weiterentwicklung des ohnehin seit 2007 nach Bioland-Richtlinien geführten Betriebs an. So hofft er, die regionale Bio-Lebensmittelproduktion weiter nachhaltig gestalten zu können. Mit Hilfe der „regenerativen Landwirtschaft“ soll der Humusgehalt im Boden steigen. Dies ist für die späteren Kulturen von Bedeutung, da Boden mit einem hohen Humusgehalt fruchtbarer ist. Außerdem ist dies ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, denn im Humus kann Kohlenstoffdioxid gebunden werden. Der Treffpunkt für die Führung über die Betriebsflächen ist der Friedhof in Ringingen (Bei der Kapelle 1, 72393 Ringingen) um 13:30 Uhr. Die Felder werden vom Treffpunkt aus mit den privaten PKW angefahren. Nach der Felderführung können die hofeigenen Produkte im Hofladen in Killer (Bundesstr. 68, 72393 Killer) erworben werden. Zusätzlich wird beim Hofladen Kaffee und Kuchen angeboten. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, bei Interesse ist eine Anmeldung beim Landwirtschaftsamt unter Tel.: 07433/92-1941 oder landwirtschaftsamt@zollernalbkreis.de erforderlich. Weitere Informationen:Die Gläserne Produktion im Zollernalbkreis wird 2019 als Veranstaltungsreihe auf sechs verschiedenen landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben durchgeführt. So erhalten Verbraucher die Möglichkeit, sich an den insgesamt sechs Veranstaltungstagen vor Ort von der Qualität und den Vorzügen der im Zollernalbkreis erzeugten Produkte zu überzeugen.Den Flyer zur Gläsernen Produktion 2019 im Zollernalbkreis finden Sie hier. (6,566 MiB)