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Gut für Umwelt, Natur und Landschaftsbild

Zwischenfruchtmischungen mit Ölrettich und Senf

Begrünte Ackerflächen im Zollernalbkreis sorgen für eine gute Durchwurzelung des Bodens, binden Nährstoffe, nähren mit ihren Blüten Insekten und verschönern das Landschaftsbild. Im Zollernalbkreis wurden dieses Jahr im Spätsommer auf ca. 1.000 ha sogenannte Begrünungen angesät. Der Anbau erfolgt als „Zwischenfrucht“, d.h. die Begrünungen werden nach bzw. vor einer „Hauptfrucht“ wie z.B. Getreide oder Raps gesät.

Dieser Zwischenfruchtanbau dient als Futter für die Bodenlebewesen und bildet einen Nährboden für Bodenbakterien. Das wirkt sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit und die Bodenstruktur aus. Zudem werden über die Biomasse der Zwischenfrüchte Nährstoffe konserviert, was deren Auswaschung in das Grundwasser verhindert. Nicht zuletzt wird auf begrünten Ackerflächen auch die Bodenerosion wirkungsvoll reduziert und Unkraut unterdrückt.

Den Landwirten steht eine große Auswahl an Mischungen zur Verfügung. Die Auswahl der richtigen Zwischenfruchtmischung hängt unter anderem von der Vorfrucht (d.h. was vorher auf dem Acker angebaut wurde), dem Standort (d.h. handelt es sich z.B. um einen nassen, trockenen, kalten oder eher warmen Standort) und den ackerbaulichen Zielen (z.B. Unkrautunterdrückung, Erweiterung der Fruchtfolge, Bodenverbesserung usw.) ab. So haben z.B. Kreuzblütler, wie Senf und Ölrettich eine schnelle Jugend- und gute Wurzelentwicklung, was vor allem der Bodenlockerung und Unkrautunterdrückung dient. Leguminosen, wie Lupinen und Klee können den Stickstoff im Boden und aus der Luft fixieren. Der fixierte Stickstoff steht so der Folgekultur zur Verfügung und vermindert die Auswaschung von Nitrat. Darüber hinaus bieten beispielsweise die Blüten von Senf, Buchweizen und Phacelia Nahrung für Insekten und bereichern im Herbst das Landschaftsbild durch blühende Pflanzen.
Weitere Infos unter landwirtschaftsamt@zollernalbkreis.de oder 07433/92-1941

(Erstellt am 22. November 2019)