Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Landratsamt zieht erstes Fazit aus der Kontrolle der Biotonnen

Person hält eine rote, gelbe und grüne Karte vor einer Biotonne.
Mit diesen Aufhängern wird auf die richtige Befüllung der Biotonne aufmerksam gemacht.

Wer im Zollernalbkreis Plastik, Glas, Verpackungen oder die angeblich kompostierbaren Folienbeutel im Biomüll entsorgt, findet seit einiger Zeit eine „gelbe Karte“ an seiner Biotonne. 

„Über 25.000 Behälter wurden seit dem Beginn unserer Aktion im Juni bereits kontrolliert“, erklärt Friedrich Scholte-Reh, Leiter des Amts für Umwelt und Abfallwirtschaft. „Davon erhielten bisher über 5.000 Gefäße die gelbe Karte“. Insgesamt wurden während der Kontrollen knapp 2.000 Tonnen an Biomüll aus den Behältern entleert. Hiervon mussten jedoch über 190 Tonnen Material an Störstoffen wieder ausgesiebt werden – also rund ein Zehntel der Gesamtmenge.

Das größte Problem stellen nach wie vor die kompostierbaren Folienbeutel und Plastiktüten im Allgemeinen dar. So verpackter Biomüll muss aussortiert werden und geht als potenziell wertvoller Kompost verloren, da er als Restmüll in der Verbrennung landet.

Das Landratsamt betont, dass die „gelbe Karte“ bei den Biomüll-Kontrollen bislang noch als „gelber Info-Hänger“ gesehen werden kann. Denn auf der Karte finden sich wichtige Hinweise, was falsch ist und wie es richtig funktioniert. „Wir dokumentieren natürlich, wo der Inhalt einer Tonne nicht passt“, so Scholte-Reh weiter. „Aber wir haben auch festgestellt, dass die Bürger Kontakt mit uns aufnehmen und durch die Beratung und Aufklärung zum Umdenken animiert werden können.“

Das Anrufvolumen in der Abfallberatung hat sich mit Beginn der Kontrollen merklich erhöht. Dennoch kann von einer positiven Resonanz aus der Bürgerschaft gesprochen werden, stellt die Landkreisverwaltung fest. Rückmeldungen darüber, dass “endlich mal kontrolliert“ wird und es „höchste Zeit dafür“ ist, bestärken die Kontrolleure in ihrer Arbeit. 

Luft nach oben gibt es noch jede Menge – deshalb soll zukünftig eine noch intensivere Öffentlichkeitsarbeit dabei helfen, falsch befüllte Biotonnen zu vermeiden. Wer sich trotzdem unbelehrbar zeigt, muss in der Folge mit einer „roten Karte“ und einer stehengelassenen Tonne rechnen.