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Ausblick der kommunalen Suchtbeauftragten im neuen Jugendhilfeausschuss

Die kommunalen Suchtbeauftragten Lisa Wagner und Annika Lebherz

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses gaben Annika Lebherz und Lisa Wagner einen Einblick in ihre Tätigkeit als kommunale Suchtbeauftragte. Die vom Sozialministerium geförderte Stelle wurde bereits 1992 beim Landratsamt zur Verbesserung der Suchtprävention und Suchthilfe eingerichtet.

Zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist die Koordination und Ausrichtung eines Kommunalen Netzwerks: ein Fachdialog zwischen Akteuren der Kommunalpolitik, des Suchthilfesystems und der Suchtprävention. Zu den Aufgaben gehören beispielweise regionale Analysen um Diskussionsprozesse zur Entwicklung kommunaler Lösungsansätze anzuregen. So werden jährlich die Zahlen der ambulanten und stationären Suchthilfe im Netzwerk beleuchtet, um Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Es zeigt sich, dass nach wie vor legale Suchtmittel wie Alkohol und Tabak als Hauptdiagnosen registriert werden. Eine exzessive Mediennutzung liegt oft zusätzlich bei Störungen mit Alkohol, illegalen Drogen oder pathologischem Glücksspiel vor. Die Entwicklungen der letzten fünf Jahre zeigen ebenfalls einen leichten Anstieg im Bereich Cannabis.

Daher wird der Schwerpunkt künftiger Angebote weiterhin auf der Prävention von legalen Suchtmitteln liegen. Da Medien aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken sind und das häufig mit einem erhöhten Medienkonsum einhergeht, sollten bereits im Kindes-  und Jugendalter verstärkt Maßnahmen platziert werden. „Wer nach einer fachlichen Beratung und Begleitung für Präventionsangebote sucht, findet eine große Auswahl an Akteuren im Zollernalbkreis. Eine Übersicht bietet die Broschüre: Suchtprävention für Bildungseinrichtungen im Zollernalbkreis“, so Lebherz. Diese kann online auf der Seite des Landratsamtes unter der Rubrik Suchtprävention abgerufen werden.

Ein weiteres Ziel der Suchtbeauftragten ist die betriebliche Suchtprävention mit der Hauptzielgruppe der Auszubildenden und Studierenden. „Viele Jugendliche testen ihre Grenzen aus und experimentieren mit legalen oder illegalen Suchtmitteln. Konsummuster bilden sich insbesondere in diesem Alter heraus. Darum ist eine zielgruppenorientierte Suchtprävention bei Auszubildenden ein wichtiger Ansatz.“, erklärt Wagner.

(Erstellt am 06. Dezember 2019)