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Hospiz „Haus Johannes“ feiert Spatenstich

Den symbolischen Spatenstich für das künftige Hospiz Haus Johannes in Sigmaringen vollzogen (von links) Wolfgang Lieb (Tiefbauunternehmen Lieb), Ekkehard Baumgartner (leitender katholischer Pfarrer der Seelsorgeeinheit Sigmaringen),  Dorothee Sauer (Co-Dekanin),  Annette Köpfler (Leiterin Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung), Georg Link (Sozialdezernent Zollernalbkreis und Vorsitzender Förderverein Hospiz Johannes),  Dr. Marcus Ehm (Bürgermeister Sigmaringen),  Stefanie Bürkle (Landrätin Kreis Sigmaringen),  Günther-Martin Pauli (Landrat Zollernalbkreis),  Dr. Sophie Schwörer (Initiatorin und Stifterin des Hospiz) sowie Klaus Burger (CDU-Landtagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Hospiz Johannes), Günther Kerler  (Architekturbüro Kerler + Partner) und Hartmut Guhl (Projektleiter Schwörer Haus).

Das Hospiz Johannes, das Dr. Sophie Schwörer den Landkreisen Sigmaringen und Zollernalbkreis stiftet, konnte am Freitag, 9. Oktober, den Spatenstich feiern. Im Beisein der Stifterin Dr. Sophie Schwörer, der Landräte Günther-Martin Pauli und Stefanie Bürkle sowie Vertretern des Fördervereins, weiterer Unterstützer und der St. Elisabeth-Stiftung als zukünftige Betreiberin wurde der Baustart feierlich eingeläutet.

Die bescheidene Stifterin Dr. Sophie Schwörer brachte ihre Freude zum Ausdruck und unterstrich in ihrer kurzen Ansprache, dass es ihr ein Herzensanliegen ist, schwerkranken Menschen einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen. „Daher ist mir auch eine hochwertige Ausstattung und ein besonderer Bau wichtig“, so Schwörer. Sie dankte allen Anwesenden für ihre Unterstützung. Den Bau wird die Firma Schwörer übernehmen. Bisher werden unheilbar Kranke und sterbende Menschen aus den Landkreisen Sigmaringen und Zollernalb in den Hospizen der Nachbarlandkreise betreut. Dabei ist die Entfernung für die Betroffenen ein großes Problem. Durch die räumliche Distanz werden soziale Kontakte in der Sterbephase erschwert. Daher entscheiden sich die meisten für ein näher gelegenes Pflegeheim. Zwar besteht mit Hilfe der bewährten Ambulanten Palliativversorgung und den Hospizgruppen die Möglichkeit der Versorgung im eigenen Haushalt. Diese kommt jedoch an ihre Grenzen, sobald intensivere nächtliche Versorgung notwendig wird. Daher werden viele Sterbende derzeit in den Kliniken oder in den Pflegeheimen bis zuletzt betreut. Diese sind dafür aufgrund ihres Auftrages und ihrer Ausstattung aber oft nur bedingt geeignet.  „Wir sind Dr. Sophie Schwörer sehr dankbar, dass wir mit ihrer Unterstützung nun eine Hospizversorgung in unseren Landkreisen anbieten können“, sagten Stefanie Bürkle und Günther-Martin Pauli am Freitag. Die Landkreise Sigmaringen und Zollernalb wollen gemeinsam den vorhandenen Bedarf durch ein stationäres Hospiz mit 8 Plätzen decken. „Dabei gibt es eine breite Unterstützung von Seiten der bestehenden Palliativeinrichtungen. Die Krankenkassen als Kostenträger, die Dekanate sowie die Sozialverbände unterstützen das Vorhaben. Im Zollernalbkreis haben bereits vor über 10 Jahren die ehrenamtlichen Hospizgruppen, der Kreisseniorenrat und die Landkreisverwaltung das Thema forciert“, erläuterte Pauli. Seit die beiden Kreistage im Zollernalbkreis und in Sigmaringen im Herbst 2018 grünes Licht für ein gemeinsames Hospiz in Sigmaringen gegeben haben und mit der St. Elisabethstiftung ein erfahrener Betreiber gefunden werden konnte, geht das Projekt gut voran.  „Mit der Stadt Sigmaringen haben wir in unmittelbarer Nachbarschaft zur Fidelis Kirche und zur Seniorenwohnanlage Fideliswiesen ein gutes Grundstück gefunden, das der Landkreis von der Stadt erwerben konnte“, erläuterte Stefanie Bürkle und dankte Bürgermeister Dr. Ehm, der ebenfalls vor Ort war, für seine Unterstützung. Das Bebauungsplanänderungsverfahren konnte abgeschlossen werden und die Voraussetzungen für den Spatenstich und den Baubeginn liegen vor.  Die Stifterin, die Dr. Hermann Schwörer Stiftung, beide Landkreise und die St. Elisabeth-Stiftung als Betreiberin des Hospizes haben die formalrechtlichen Grundlagen für das Hospiz Johannes geschaffen. Der Förderverein des Hospizes hat sich im Dezember letzten Jahres gegründet und unter dem Vorsitz von Sozialdezernent Georg Link aus dem Zollernalbkreis an die Arbeit gemacht.  Große Unterstützung und Förderbereitschaft erlebt das Projekt in beiden Landkreisen. Beispielhaft sei der Rotary Club Sigmaringen genannt, der die Unterstützung des Hospizes zum Spendenschwerpunkt im Jahr seines 25-jährigen Bestehens macht. Unter der Ägide von Dirk Gaerte unterstützt der Rotary Club den Spatenstich mit einem feierlichen Rahmen. Das Architekturbüro Kerler und Partner hat die Planung für das stationäre Hospizgebäude mit 8 Plätzen, Funktionsräumen, einen Raum der Stille und einem Garten in einer Weise geplant, das den Gästen und ihren Familien optimale Nutzungsmöglichkeiten in einer hervorragenden Wohlfühlqualität bietet. „Die hohe Wertigkeit des geplanten Gebäudes ist nur durch die großherzige Spendenbereitschaft der Stifterin zu verwirklichen“, unterstrichen die beiden Landräte nochmals. „Wir freuen uns über das große Engagement von Dr. Sophie Schwörer für das Hospiz in Sigmaringen und über das Vertrauen, das uns die Landkreise Sigmaringen und Zollernalb entgegenbringen“, sagte Annette Köpfler, Leiterin der Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung. „Gemeinsam mit ihnen wollen wir die Aufgabe angehen, einen Ort zu schaffen, an dem schwerkranke Menschen am Ende ihres Lebens gut begleitet werden. Und wir wünschen uns, dass uns möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aus der Region dabei unterstützen.“ Die St. Elisabeth-Stiftung ist eine im Jahr 1999 von den Franziskanerinnen von Reute gegründete kirchliche Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Bad Waldsee in Oberschwaben. Heute sind in der Stiftung über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Menschen im Einsatz, die Unterstützung brauchen – vor allem in der Altenhilfe, Behindertenhilfe sowie in der Kinder- und Jugendhilfe. Kerngebiet ist die Region zwischen Ulm und dem Bodensee, seit 2019 betreibt die Stiftung aber auch das Hospiz St. Michael in Nagold. Im Bereich Hospize hat die St. Elisabeth-Stiftung in den letzten Jahren viel Erfahrung gesammelt – sie ist über St. Michael hinaus die Trägerin von Hospizen in Biberach, Ravensburg und Leutkirch.