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Regionalkonferenz zum Naturparkplan

Am Mittwoch, 27. Februar 2019 fand die zweite Regionalkonferenz über die Ziele des Naturparkplans statt. Rund 30 Teilnehmer von Bürgermeistern, Förstern, Jägern, Touristikern, Naturschutz- und Vereinsvertretern bis hin zu Bürgern aus dem nordwestlichen Bereich des Naturparks kamen im Rathaus von Meßstetten zusammen. Eine erste Konferenz hatte bereits eine Woche zuvor im Landkreis Tuttlingen stattgefunden.

Gerda Peuling und Josef Bühler vom Büro Neulandplus informierten, nach einleitenden Worten von Landrat Günther-Martin Pauli sowie einer kurzen Grundinformation über den Naturpark Obere Donau durch den Geschäftsführer Bernd Schneck, über die Zielsetzungen des Naturparks für die nächsten zehn Jahre.


Spannend wurde es immer dann, wenn die Teilnehmer jeweils im Anschluss an die Vorstellung der insgesamt sechs Handlungsfelder, Ergänzungen und kritische Anregungen einbringen konnten. Hier sind beispielsweise die Ziele und Projektvorschläge des Naturparks zur Pflege der wertvollen mageren Grünlandbereiche im Naturparkgebiet wurden intensiv diskutiert worden. Beim Themenbereich nachhaltige Erholung und Natursport ging es in der Diskussion vor allem um die vielfältigen Ansprüche der Erholungssuchenden und die sich hierdurch ergebenden Konflikte. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Naturpark in seiner fast vierzigjährigen Geschichte schon manches Projekt erfolgreich gestemmt hat, aber noch viele Aufgaben anstehen. Der Naturpark muss eine ständige Weiterentwicklung erfahren, auf dem Weg zu einer vorbildlichen Landschaft, in der Ziele der Erholung und des Naturschutzes sowie der Regionalentwicklung miteinander im Einklang stehen.So gilt es, neben der erfolgreichen Weiterführung der Arbeit des Hauses der Natur in Beuron oder dem Betrieb des Naturpark-Expresses, stärker noch als bisher auf der ganzen Fläche des Naturparks ein Naturparkbewusstsein zu entwickeln und bestehende Initiativen und Projekte noch besser über Verwaltungsgrenzen hinweg miteinander zu vernetzen. „Eine große, aber auch sehr interessante Aufgabe in einem so weitläufigen und heterogenen Gebiet, welches sich über zwei Regierungsbezirke, vier Landkreise und 56 Gemeinden erstreckt“, so der Geschäftsführer. Der im Zollernalbkreis liegende Bereich des Naturparks zeichnet sich dabei durch eine sehr hohe Dichte an ökologisch hochwertigen Flächen aus und beinhaltet einige touristisch besonders attraktive und viel besuchte Bereiche. Als Ergebnis dieser zweiten Regionalkonferenz konnte Landrat Pauli feststellen, dass der Naturpark mit dem vorgelegten Planentwurf eine sehr gute Grundlage für seine zukünftigen Aufgaben erarbeitet hat. „Die formulierten 18 Ziele haben eine breite Akzeptanz gefunden, es sind nur kleinere Änderungen nötig.“Als nächster Schritt steht nun noch eine Regionalkonferenz im Landkreis Sigmaringen an. Im Mai soll das fertige Planwerk dann bei der Mitgliederversammlung des Naturparkvereins diskutiert und verabschiedet werden. Zum Abschluss ist dann die Übergabe an den Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL geplant, aus dessen Haus die jährlichen Naturparkfördergelder für die Region stammen, die sich im Jahr 2019 auf ca. 390.000 € belaufen. Danach geht es an die Verwirklichung der einzelnen erarbeiteten Projektideen, wozu der Naturparkverein die langfristigen Ziele in Aktionspläne mit Laufzeiten von jeweils zwei bis drei Jahren herunterbricht.

Hintergrund:Insgesamt acht Gemeinden des Zollernalbkreises gehören mit ihrem Gemeindegebiet zum 1.490 Quadratkilometer großen Naturpark Obere Donau. Sein Gebiet erstreckt sich außerdem über große Teile der benachbarten Landkreise Sigmaringen und Tuttlingen und einen kleinen Bereich des Landkreises Biberach. Von West nach Ost liegen im Naturparkgebiet die Gemeinden: Schömberg, Weilen unter den Rinnen, Ratshausen, Hausen am Tann, Obernheim, Nusplingen, Meßstetten und Winterlingen aus dem Zollernalbkreis. Verwaltet wird der Naturpark durch den Verein Naturpark Obere Donau e. V. mit Sitz im Haus der Natur in Beuron.