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Stechpalme – Baum des Jahres 2021

© Landratsamt Zollernalbkreis
Auf dem Bild v.l.n.r.: Christian Beck (Forstbereichsleiter Balingen), Gemeinderat Karl Haller, Gemeinderat Wolfgang Wochner, Anette Brand (Forstrevierleiterin Heiligenzimmern), Gemeinderätin Ilse Ringwald, Landrat Günther-Martin Pauli, Georg Freiherr Cotta von Cottendorf, Bürgermeisterin Marion Maier

Mit der Stechpalme wurde eine wahre Besonderheit zum Baum des Jahres gekürt. Diese ist die einzige immergrüne Laubbaumart in Deutschland. Den Namen Stechpalme trägt diese nicht wegen einer Verwandtschaft zu den echten Palmen, sondern weil früher Zweige des Baumes – passend zur Vorosterzeit - am Palmsonntag in den Palmzweigen verarbeitet wurden.

Landrat Günther-Martin Pauli setzt 2021 zum internationalen Tag des Waldes am 21. März wieder ein Zeichen und pflanzt einige Bäume. Dieses Jahr war er zu Gast bei Bürgermeisterin Marion Maier in Dotternhausen. „Gerne habe ich die Idee des Forstamtes aufgegriffen und unseren Landrat zum Bäume pflanzen eingeladen“, so Bürgermeisterin Maier. „Der Wald und die Waldwirtschaft sind ein wichtiger Faktor für Umwelt und Klima und sind ein bedeutsamer landschaftlicher Teil der Schwäbischen Alb. Den Waldumbau durch klimaresistente Arten möchten wir gerne durch Pflanzaktionen wie diese unterstützen.“ unterstreicht Landrat Pauli.

Die Stechpalme ist vielen nur als Strauch aus Gärten bekannt, kann aber als Wildform und bei ungestörtem Wachstum 10 Meter Höhe erreichen. Bei besten Bedingungen wie an der Atlantikküste Frankreichs können Stechpalmen sogar bis zu 20 Meter hoch werden. Im Wald zeichnet die Stechpalme besonders ihre hohe Schattentoleranz aus. Sie hält es, wie kaum eine andere Baumart, im Zwielicht dichter Buchenwälder aus. „Darüber hinaus profitiert die Stechpalme derzeit vom Klimawandel“, ergänzt Forstbereichsleiter Christian Beck. Mit den klimatischen Veränderungen konnte sie sich ausgehend vom atlantisch geprägten Mitteleuropa bis nach Südschweden verbreiten, bleibt dabei jedoch eine Seltenheit in den Wäldern.

Sollte das Frühjahr weiter so kühl und feucht bleiben, so die Hoffnung von Forstrevierleiterin Anette Brand, wird die Frühjahrspflanzung im Gemeindewald Dotternhausen erfolgreich sein und es ist ein kleiner Schritt zur Anpassung an den Klimawandel umgesetzt.
Weitere Informationen zur Stechpalme gibt es hier.