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Streuobsternte beginnt – Obstannahme für „ebbes Guad’s“ ab 29. September

Zwei Holzkisten gefüllt mit frischen roten Äpfeln

Es ist Erntezeit im Hausgarten und auf der Obstwiese. Doch die Obsternte fällt nicht überall gleich gut aus: Manche Regionen im Landkreis gehen fast leer aus, während andere einen ordentlichen Ertrag verzeichnen. Bei einzelnen Bäumen biegen sich sogar die Äste durch die reiche Fruchtlast. „Insgesamt betrachtet kann das Ertragsniveau als knapp durchschnittlich beschrieben werden. Der nasse Sommer hat den Obstbäumen zunächst ein gutes Wachstum ermöglicht. So konnten sie sich etwas von der Schwächung durch die drei vorhergehenden trockenen und heißen Sommer erholen.“, zieht Markus Zehnder, Obst- und Gartenbauberater des Zollernalbkreises Bilanz. Das gute Wachstum wirkt sich positiv auf die Fruchtgröße aus, allerdings haben die Früchte infolge der fehlenden Sonne etwas weniger Fruchtzucker als in den Vorjahren gebildet. „Die Obstbauern hoffen deshalb noch auf einen sonnigen Herbst.“, so Zehnder weiter.

Nach wie vor herrschen durch die anhaltenden Niederschläge gute Bedingungen für Pilzerkrankungen an Blättern und Früchten. Sie können zu vorzeitigem Laubfall oder zu schwarzen Flecken (Schorf) auf den Früchten führen. Bei Schorfflecken handelt es sich aber nur um einen optischen Mangel, die innere Qualität der Frucht wird dadurch nicht beeinträchtigt. Dagegen führt die in diesem Jahr stark verbreitete „Halswelke“ bei Zwetschgen zu Saftverlust und kaum vom Stein zu lösende Früchten.

Jakob-Fischer im Lebensmittel-Einzelhandel erhältlich
Mit der Sorte ‚Jakob Fischer‘ hat die Tafelobst-Ernte für den Lebensmittel-Einzelhandel bereits begonnen. Die gemeinsame Aktion des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies, dem Zollernalbkreis und den Baum- und Fachwarten mit einigen Edeka-Märkten in der Region kann damit in diesem Jahr –mit naturgemäß reduzierter Menge – fortgesetzt werden. Anfang Oktober folgen Sorten wie ‚Geheimrat Dr. Oldenburg‘, ‚Schwäbischer Rosenapfel‘ (Danziger Kant) und ‚Berner Rosenapfel‘. Durch diese gemeinsame Aktion sind alte, traditionelle Streuobstsorten mit ihren charakteristischen Aromen wieder im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.
 
Darüber hinaus hat die Obstannahme der Keltereien begonnen, während die örtlichen Mostereien erst in der letzten Septemberwoche mit der Obstverarbeitung beginnen. Entscheidend für die Verarbeitung ist eine gute Ausreife der Früchte, was in diesem sonnenarmen Jahr ganz besonders gilt. Voll ausgereiftes Obst für den regionalen Saft „ebbes Guad’s“ nimmt die Kelterei Stingel ab 29. September immer mittwochs und donnerstags von 9-12 und 14-18 Uhr an. Hierfür muss vor der ersten Anlieferung mit der Kelterei ein Liefer- und Abnahmevertrag geschlossen werden. Auf den Tagespreis wird ein Aufpreis von 5 Euro je dt ausbezahlt, der Mindestpreis liegt bei 15 Euro.

(Erstellt am 22. September 2021)