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Zollernalbkreis unterstützt Bad Neuenahr-Ahrweiler

© Landratsamt Zollernalbkreis

Nach dem katastrophalen Hochwasser im Westen Deutschlands vor 2 Wochen sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Zahlreiche Kräfte aus dem Zollernalbkreis – Rettungsdienste wie DRK, THW und Feuerwehren sowie kommunale Bauhöfe – unterstützen die Krisenregionen. 

Vergangenen Freitag, 23. Juli 2021 machte sich morgens ein achtköpfiges Team von Freiwilligen der Straßenmeistereien Balingen und Albstadt-Lautlingen auf den Weg nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit im Gepäck: zwei schwere LKW samt Landekran mit Greifer, zwei Radlader sowie einem Mannschaftstransportwagen mit Kleingeräten wie Motorsägen. Der Einsatz wurde vorab mit dem dortigen Bauhof abgestimmt. Die Einsatzleitung übernahm Straßenmeister Vincent Wittig von der Straßenmeisterei Balingen. Die Tage zuvor war bereits der städtische Bauhof der Stadt Geislingen dort im Einsatz. „Durch die Erfahrungen und die Berichte konnten wir zielgerichtete Unterstützung und entsprechende Gerätschaften schicken“, so Landrat Günther-Martin Pauli. Die Gemeinde Rangendingen entsandte ebenso Mitarbeiter. „Herzlichen Dank an alle Freiwilligen für ihren tatkräftigen Einsatz“. 
Die Hochwasserschäden und die Zerstörung sind gravierend und nicht in Worte zu fassen – zerstörte Gebäude, Straßen sind teilweise kaum befahrbar und voll mit Bauschutt und Unrat. Um diese frei zu räumen, bedarf es aktuell schwerem Gerät. Von morgens bis spät in die Nacht packte das Team mit an. Holz, Schrott, Möbel, Schlamm, Dreck – alles muss aufgeladen und auf eine große Mülllagerfläche außerhalb transportiert werden. „Dass unsere LKWs mit Allrad ausgestattet sind, zeigte sich nach dem Regen am Samstag von Vorteil“, berichtet Wittig. Untergebracht war das Team in den letzten Tagen in einer privaten Lagerhalle eines Handwerkbetriebs, die der Geislinger Bauhofleiter Andreas Hoch vermittelt hatte, außerhalb des Ahrtals. 
Am Dienstagmittag kamen die Mitarbeiter der Straßenmeistereien wieder zurück und wurden von dem Ersten Landesbeamten Matthias Frankenberg in Empfang genommen. Intensive, aber auch lehrreiche Tage liegen hinter ihnen. „Für uns stand außer Frage zu helfen. Der Zusammenhalt ist enorm und die Menschen sind unendlich dankbar für die Unterstützung“, resümiert Wittig. „Die Schicksale bewegen und gehen einem nahe und vor allem nach“. Ein weiterer Hilfseinsatz ist derzeit in Planung und Abstimmung. Denn: Die Aufräumarbeiten werden sich noch über Monate ziehen. 

© Landratsamt Zollernalbkreis
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