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Hochansteckende Newcastle-Krankheit bei Stadttaube in Hechingen nachgewiesen

Eine Stadttaube an einer Straße

Bei einer Stadttaube in Hechingen ist der für Menschen ungefährliche Erreger der sogenannten Newcastle-Krankheit nachgewiesen worden, auch atypische Geflügelpest genannt. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz Zollernalbkreis erinnert Geflügelhalter in diesem Zusammenhang an die Impfpflicht und die Einhaltung von Maßnahmen zur Biosicherheit.

Hier finden Sie den Text in Leichter Sprache (PDF) (41,9 KiB)

Insbesondere Hühner und Truthühner sind für die Newcastle-Krankheit empfänglich, bei ihnen verursacht die Seuche schwere Verluste.  Die Tiere verenden unter erheblichem Leid, eine Behandlung ist nicht möglich. Das hochansteckende Virus wird von erkrankten Tieren über den Kot, Körperflüssigkeiten sowie die Atemluft in großen Mengen ausgeschieden. Ein auffälliges Symptom ist das Verdrehen des Halses oder Kopfes. Ebenfalls empfänglich für den Erreger sind Tauben, Gänse und Enten. Bei ihnen verlaufen die Infektionen in der Regel milder.

Die Newcastle- Krankheit wird staatlich bekämpft. Die Impfung von Hühnern und Puten ist gesetzlich festgeschrieben und gilt auch für Hobbyhaltungen. Der Impfschutz muss regelmäßig aufgefrischt werden und variiert je nach Impfstoff und Hersteller. Tritt die Krankheit in einem Hausgeflügelbestand auf, muss der gesamte Bestand getötet werden.

Schon einfache Schritte können Tierbestände vor einer Einschleppung von Tierseuchen oder Krankheiten schützen. Im Rahmen der Biosicherheit sollten grundsätzlich keine fremden Personen den Tierbestand betreten, vor allem nach dem Aufenthalt in von Tauben stark genutzten städtischen Bereichen wie Fußgängerzonen, Bahnhöfen oder ähnlichen Orten. Ebenso ist das Füttern von Geflügel im Auslauf nach der Geflügelpestverordnung verboten und kann bei einem Verstoß eine Geldbuße nach sich ziehen. Wichtig sind auch die Sauberkeit und Hygiene im Haltungsumfeld der Tiere. Futterreste oder Müll ziehen Wildtiere und Schädlinge an, die Krankheiten übertragen können. Insbesondere sollte verhindert werden, dass Tauben, Krähen oder Greifvögel durch die Tierhaltung angelockt werden.