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Stabsstelle Integration: Ute Sauter seit 2013 vielfältig im Zollernalbkreis engagiert

Drei erwachsene Personen (2 Frauen und 1 Mann) mit einem Kind

Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang in die Gesellschaft im Zollernalbkreis zu erleichtern – das hat Landrat Günther-Martin Pauli 2013 zur Chefsache erklärt und dafür im Landratsamt Zollernalbkreis die Stabsstelle Integration und Flüchtlingshilfe eingerichtet. Dafür zuständig ist von Beginn an Ute Sauter. Aktuell ist ihre Arbeit wichtiger denn je. 

Das erste Projekt der damals neu ins Leben gerufenen Stabsstelle war 2013 die Einrichtung eines internen Dolmetscherpools im Landratsamt. Dazu kam die Vernetzung der Gruppen und Akteure, die in der Flüchtlingshilfe und in Sachen Integration engagiert sind – dokumentiert in der Broschüre „Vielfalt und Integration im Zollernalbkreis“.

Seit 2014 bis heute installiert Sauter einfach zugängliche Deutschkurse für Geflüchtete und unterstützt ehrenamtliche Helferkreise. Dafür – sowie etwa für die Flüchtlingssozialarbeit – Fördergelder zu beschaffen, bedeutet bisweilen einen enormen bürokratischen Aufwand. „Die Auflagen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge an die Sprachkursträger und Dozenten sind häufig nicht umsetzbar, weshalb in Folge Kurse nicht zu Stande kommen. Dabei sind Sprachkenntnisse der Schlüssel zur Integration“, sagt Sozial- und Rechtsdezernent Georg Link. Ute Sauter umgeht diese Hürden, indem sie Deutschkurse oftmals kurzerhand, unkonventionell und kreativ auf eigene Faust organisiert. 

Neben dem Engagement in der Flüchtlingshilfe stehen Integrationsprojekte, Gremien- und Netzwerkarbeit sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs auf der Agenda. So organisiert die Stabsstelle seit zehn Jahren den „Gedankenaustausch“ zwischen Landrat Günther-Martin Pauli und den Moscheevereinen im Zollernalbkreis. Seit 2018 ist sie Mitglied im Organisationsteam für die Interkulturelle Woche im Zollernalbkreis. Zudem fungiert Ute Sauter als Geschäftsführerin des 2019 gegründeten Migrationsbeirats – dem ersten Gremium dieser Art in Baden-Württemberg – und koordiniert die interkulturellen Elternmentoren. 

Trotz aller bürokratischen Widrigkeiten sieht Sauter ihre Arbeit als Berufung. Besonders liegt ihr am Herzen, die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche zu verbessern. Kooperationspartner und Netzwerke seien dafür von besonderer Bedeutung. „Nicht als Einzelkämpfer, sondern nur gemeinsam und mit Teamgeist können wir die herausfordernden Aufgaben meistern und gelingende Integration möglich machen“, so Sauter. Das Land Baden-Württemberg fördert seit 2013 die Arbeit der Integrationsbeauftragten in den Kommunen. Das wurde unlängst mit einem Festakt im Alten Schloss in Stuttgart gewürdigt.

(Erstellt am 29. November 2023)