Klimaanpassung im Fokus – Bürgerumfrage erbringt wertvolle Ergebnisse
An der Online-Umfrage des Landkreises zur Klimaanpassung haben sich mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Ein erstes Fazit: Einer deutlichen Mehrheit ist es wichtig, sich mit dem Thema zu befassen.
Die Umfrage ist Teil des Prozesses, mit dem die Landkreisverwaltung bis 2026 unter breiter Beteiligung vieler Akteure ein integriertes Klimaanpassungskonzept erarbeitet. Erfragt wurden unter anderem die erlebten und erwarteten Auswirkungen des Klimawandels, der persönliche Stellenwert des Themas und die Einschätzung der Notwendigkeit von Anpassungsmaßnahmen. Rund 80 Prozent der Befragten halten Maßnahmen zur Klimaanpassung für notwendig oder sehr notwendig, als besonders erforderlich sieht die Mehrheit diese in den Bereichen Hochwasser und Starkregen, gefolgt von Dürre und langanhaltende Hitzewellen. „Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich unter anderem, dass von kommunaler Seite ein Fokus auf die Themen Hochwasserschutz, Schaffung von Grünflächen und Regenwassermanagement gelegt wird“, fasst Catharina Pawlowskij, zuständige Dezernentin im Landratsamt, die Umfrageergebnisse zusammen und dankt im Namen der Kreisverwaltung für die rege Teilnahme. Eine klare Mehrheit unterstütze es, dass sich der Zollernalbkreis intensiv mit dem Thema befasst.
In den frei formulierten Anregungen wird häufig der Naturschutz hervorgehoben, da er neben der Förderung der Artenvielfalt bei der Vorbeugung gegen Hitze und Hochwasser helfen könne. Die Einbindung von Schulen sowie eine umfassende Information und Beratung der Bevölkerung sind weitere Impulse. Unterstützung bei privaten Anpassungsmaßnahmen wird ebenfalls gewünscht. Eine mehrfach geäußerte Bitte lautet, bei aller Anpassung das Thema Klimaschutz nicht aus den Augen zu verlieren und weiter voranzutreiben.
Parallel zur Online-Umfrage unter der Bürgerschaft wurden die Kommunen um ihre Einschätzungen zur Frage gebeten, wo sie die größten Chancen und Herausforderungen durch den Klimawandel sehen. Als besonders relevant bewerten sie die Handlungsfelder Wald und Forstwirtschaft, Wasser, Stadt- und Raumplanung sowie Bevölkerungsschutz; die größten Chancen zur Ergreifung von Anpassungsmaßnahmen sehen sie in den Bereichen Stadt- und Raumplanung, Wirtschaft und Energiewirtschaft, Wasser sowie Wald und Forstwirtschaft.
In der Sitzung des Kreistagsausschusses für Umwelt und Technik am Montag, 29. September, wird ein Sachstandsbericht zum Klimaanpassungskonzept vorgestellt.