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Tag des Notrufs 112 - Integrierte Leitstelle Zollernalb zieht Bilanz

Ein Mann sitzt vor einem Computer und spricht über ein Headset am Telefon.

Zum Europäischen Tag des Notrufs 112 rückt die Integrierte Leitstelle Zollernalb die Arbeit ihrer Disponentinnen und Disponenten in den Mittelpunkt. Sie sind neben den polizeilichen Führungs- und Lagezentren der Polizeipräsidien rund um die Uhr die erste Anlaufstelle für Menschen in Not – und sorgen mit strukturierter Abfrage, Ortskenntnis und moderner Technik dafür, dass Hilfe schnell und zielgenau dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Im vergangenen Jahr gingen in der Leitstelle rund 33.000 Notrufe über die 112 ein. Zusätzlich wurden über die Krankentransportnummer 19222 nochmals über 20.000 Anrufe entgegengenommen. Insgesamt klingelt bei der Leitstelle das Telefon im Jahr knapp 190.000 Mal. Nicht jeder Anruf führt unmittelbar zu einem Einsatz – dennoch steigen die Einsatzzahlen von Feuerwehr und Rettungsdienst weiter an. 
 
Steigende Einsätze im Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst
Die Feuerwehr im Zollernalbkreis verzeichnete im letzten Jahr 1.602 Einsätze. Der Rettungswagen rückte knapp 23.000-mal im Zollernalbkreis sowie in benachbarten Landkreisen aus. Das Notarztwesen wurde bei knapp 5.000 Einsätzen alarmiert. In den Bereichen Rettungsdienst und Krankentransport wurden im vergangenen Jahr rund 60.000 Einsätze dokumentiert. „Hinter diesen Zahlen stehen echte Schicksale – und eine Leitstelle, die in Sekunden entscheidet, welche Ressourcen notwendig sind“, lautet die Botschaft zum Aktionstag.
 
Telefonreanimation: Anleiten, beruhigen, Leben retten
Besonders eindrücklich zeigt sich die Bedeutung der Leitstellenarbeit bei der Telefonreanimation: In über 110 Fällen unterstützten Disponentinnen und Disponenten Anrufende mit klaren, ruhigen Anweisungen dabei, eine Reanimation zu beginnen – bis die Hilfe vor Ort des Roten Kreuzes oder der Rettungsdienst eintraf. Gerade bei einer bewusstlosen Person können diese ersten Minuten entscheidend sein.
 
Neue Herausforderung: Automatische Alarme durch eCall & Co.
Eine wachsende Aufgabe sind automatische Notrufauslösungen über eCall bzw. über Geräte wie Smartphones oder Smartwatches. Diese Systeme können bei einem vermuteten Unfall automatisch einen Alarm an die Leitstelle senden. Im vergangenen Jahr führte das zu über 300 Notrufen. In vielen Fällen bestätigte sich jedoch kein Unfall – etwa, wenn ein Handy vom Autodach rutschte und durch die Bewegungsgeschwindigkeit einen Notruf auslöste. Dennoch gilt: Jeder dieser Alarme muss ernst genommen, geprüft und zügig disponiert werden.
 
Zukunftssicher aufgestellt – starke Zusammenarbeit im Kreis
Mit dem Bau einer neuen integrierten Leitstelle stellen das Rote Kreuz, die Feuerwehren und der Zollernalbkreis sicher, auch künftig den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Entscheidend bleibt dabei die enge Verzahnung aller Partner. „Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Hilfsorganisationen ist hervorragend,“ betonen Kreisbrandmeister Sven Röger und der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Zollernalb, e.V. Heiko Lebherz. Ergänzend heben sie hervor, dass die integrierte Leitstelle Zollernalb mit Ortskenntnissen und technischem Know-how „sehr schnell die richtige Hilfe an den richtigen Ort“ bringe.
 
Hinweis zum Europäischen Tag des Notrufs 112
Der 11. Februar erinnert europaweit daran, dass die 112 in allen EU-Staaten die einheitliche Notrufnummer ist – kostenfrei, rund um die Uhr, auch aus dem Mobilfunknetz.