Lachen öffnet Türen – Landratsamt informiert über Heimrechtsreform und heilenden Humor
Rund 30 Mitglieder der Bewohnerbeiräte und Bewohnerfürsprecher aus dem Zollernalbkreis haben sich im Landratsamt über Änderungen im Heimrecht und die positiven Effekte von Humor im Pflegealltag informiert. Die Veranstaltung verband fachliche Hinweise zur anstehenden Reform des Heimrechts mit einem erfrischenden Praxisbeitrag des Gesundheit!Clown! „Elsa“.
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Magdalene Kohl-Strobel – alias Elsa – entführte die Teilnehmenden mit einer kleinen Clown-Einlage in die Welt des heilsamen Humors. Durch spielerische Übungen zeigte sie, wie Lachen und kreative Einlagen Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen aktivieren, Abwechslung bringen und das Gemeinschaftsgefühl stärken. „Ein Lächeln öffnet Türen – das gilt gerade auch bei Demenzerkrankten“, erläuterte Elsa und demonstrierte zugleich, wie Clowns in der therapeutischen Pflege unterstützen. Silke Pfeffer von der Heimaufsicht informierte über die wichtigen Neuerungen, die Anfang 2026 mit dem Teilhabe- und Pflegequalitätsgesetz (TPQG) in Kraft treten sollen. Die starren Vorgaben zur Bewohnermitwirkung werden künftig flexibler gehandhabt. Pflegeeinrichtungen sind jedoch weiterhin dazu verpflichtet, Mitwirkung und Mitgestaltung zu fördern und die Bildung von Mitwirkungsgremien aktiv zu unterstützen. Eine verbindliche Handreichung des Sozialministeriums wird im kommenden Jahr erwartet. Die Zweifel einiger Teilnehmenden, ob ihre Gremien unter den neuen Regelungen noch gebraucht werden, konnte Silke Pfeffer ausräumen. Sie versicherte, dass Bewohnerbeiräte und Bewohnerfürsprecher fest im TPQG verankert bleiben und eine wichtige Rolle in der Qualitätssicherung und Teilhabe von Heimbewohnern spielen. In einer offenen Fragerunde griff das Team der Heimaufsicht, Ulrike Hoch, Silke Pfeffer und Simone Schäfer, individuelle Anliegen auf. Sowohl fachliche Details zur Reform als auch praktische Tipps für die Gremienarbeit wurden diskutiert – und zwischendurch immer wieder herzlich gelacht. Die Kombination aus Informationsvermittlung und Humor zeigte: Fachliches Know-how und gute Laune passen hervorragend zusammen.


