Tagung der Naturschutzwarte – engagiert für Umwelt und Artenvielfalt im Zollernalbkreis
Austausch, Information, Vernetzung: Auf Einladung der Naturschutzbehörde haben sich unlängst bei einer Tagung im Landratsamt Zollernalbkreis die Naturschutzwarte über aktuelle Themen informiert.
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Den Ehrenamtlichen obliegt eine bedeutende Aufgabe: Sie informieren etwa über Vorschriften, die zum Schutz von Natur und Landschaft gelten, und sie melden nachteilige Veränderungen an die untere Naturschutzbehörde. Das jährliche Treffen dient dem Austausch zur Situation des Naturschutzes.
Nach der Vorstellung der neuen Mitarbeitenden innerhalb der Behörde informierte Yvonne Werner vom Sachgebiet Denkmal- und Naturschutzrecht über die rechtlichen Hintergründe der Naturschutzwarte, deren Aufgaben, Verhaltensregeln sowie über den Umgang mit Konflikten. Birgit Jezorski, die Biodiversitätsbeauftragte des Zollernalbkreises, stellte die neu geschlossene Kooperation zwischen der Netze-BW und der Naturschutzbehörde zum ökologischen Management von Stromleitungen im Freiland vor: Eine naturschutznahe Pflege von Flächen unterhalb der Trassen kann helfen, einzelne Biotope weiträumig zu vernetzen, was gefährdeten Arten zugutekommt.
Jezorski erläuterte zudem die Bedeutung von Amphibienleiteinrichtungen. Der Straßenverkehr stellt für wandernde Amphibien wie die Erdkröte eine der Hauptgefahrenquellen dar. Allein in diesem Jahr konnten an den mobilen Zäunen bereits etwa 2500 Tiere gerettet werden. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre der Amphibienschutz im Zollernalbkreis kaum umsetzbar. Jezorski bedankte sich ausdrücklich bei all jenen Menschen, die sich hierfür aktiv einbringen und diese wertvolle Arbeit zu leisten bereit sind.
Kreisökologin Anne Buhl warb für die Aufgabe der ehrenamtlichen Fachberater. Diese sind Spezialisten für bestimmte Tiergruppen und stehen den Bürgerinnen und Bürgern im Konfliktfall beratend zur Seite. Im Zollernalbkreis gibt es aktuell Fachberater etwa zum Biber sowie zu Wespen und Hornissen; Experten beispielsweise zu Reptilien fehlen allerdings im Moment.


