Volles Haus beim Thema „Wärmepumpe im Bestandsbau“
Auf breites Interesse ist die Informationsveranstaltung des Vereins Sonnenenergie Zollernalb und der Energieagentur Zollernalb zum Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden gestoßen. Rund dreihundert Zuhörer informierten sich in der Balinger Stadthalle über die Technik, bekamen Praxisbeispiele präsentiert und erfuhren, wie sie Unterstützung bei der Umsetzung erhalten können.
Thomas Friedrich vom Verein Sonnenenergie Zollernalb moderierte die Veranstaltung, stellte den Verein vor und übergab dann das Wort an Dr.-Ing Marek Miara vom Fraunhofer Institut Freiburg. Miara führte mit dem perspektivisch notwendigen Umfang des Einsatzes von Wärmepumpen und einem Blick auf die Verbreitung dieses Heizsystems in Europa ins Thema ein – eindrucksvoll sei etwa die starke Nutzung von Wärmepumpen bei der Gebäudeheizung von Häusern in Norwegen und Schweden. Leitfaden seines kurzweiligen Vortrags waren die Argumente der Wärmepumpen-Kritiker: Anhand langjähriger Forschungen und zahlreicher Feldversuche konnte Miara darlegen, dass Wärmepumpen „die Bude warm“ bekommen und dass dies ebenso in (mehr oder weniger sanierten) Bestandsgebäuden möglich ist. Sein besonderes Augenmerk lag auf den kältesten Monaten des Jahres: Diese seien in den vergangenen 20 Jahren nicht übermäßig kalt gewesen. Wenngleich der Wirkungsgrad von Wärmepumpen an frostigen Tagen sinke, sei es nicht so, dass man dann „rein elektrisch heizt“. Mehrere Projekte in Ein- und Mehrfamilienhäusern dienten den Interessierten als anschauliche Beispiele für ihre eigenen Immobilien. Miara ging zudem auf Fragen zu Technik und Wirtschaftlichkeit ein.
Matthias Schlagenhauf, Geschäftsführer der Energieagentur Zollernalb, informierte zum praktischen Vorgehen bei der Planung einer Wärmepumpe als Gebäudeheizung. Er spannte den Bogen von der kostenlosen Erstberatung der Energieagentur über die Auslegung der Anlage bis zur möglichen Förderung. Der Verein Sonnenenergie Zollernalb und die Energieagentur Zollernalb unterstützen Bürgerinnen und Bürger des Zollernalbkreises als Ansprechpartner für die Energiewende im Eigenheim. Weitere Informationen auf der Internetseite der Energieagentur.


