Zollernalbkreis heißt Neubürger in Lautlingen willkommen
In der Schloss-Scheuer in Albstadt-Lautlingen hat das Landratsamt Zollernalbkreis unlängst den traditionellen Neubürgerempfang ausgerichtet. Landrat Günther-Martin Pauli begrüßte zahlreiche Menschen, die im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben.
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806 Frauen, Männer und Kinder sind 2025 im Landkreis eingebürgert worden. Das sind etwas mehr als im Vorjahr – 2024 erhielten 734 Menschen den deutschen Pass. Die Neubürgerinnen und Neubürger haben vielfältige Wurzeln, die häufigsten Herkunftsländern waren im vergangenen Jahr die Türkei (207), Kosovo (82), Bosnien und Herzegowina (57), Serbien (56) und Rumänien (51). Insgesamt lebten im Zollernalbkreis Ende 2025 bei einer Gesamteinwohnerzahl von etwa 193.500 Personen rund 31.500 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, der überwiegende Teil davon (26.800) Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union.
Beim Empfang dabei waren rund 200 Neubürgerinnen und Neubürger. Landrat Pauli sagte, dass Menschen aus aller Welt im Zollernalbkreis ankommen – mit Hoffnungen, Erwartungen und dem Wunsch, sich hier ein neues Leben aufzubauen. Integration bedeute indes weit mehr als das Ankommen: „Sie gelingt richtigerweise dort, wo Menschen sich einbringen und Teil unserer Gesellschaft werden können. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die mit Mut, Einsatz und Ausdauer unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten, verdienen unsere Anerkennung“.
Stellvertretend berichtete der aus Indien stammende und in Geislingen wirkende Geistliche Jean Jose Joseph Rose Mary über seinen Lebensweg und darüber, wie Deutschland und der Zollernalbkreis ihm Heimat wurden. Er sei in mehreren Sprachen und Kulturen aufgewachsen, und diese Vielfalt habe ihn gelehrt: „Heimat entsteht dort, wo Menschen einander lieben, achten und annehmen, wie sie sind. Heimat ist da, wo ich verstehe und verstanden werde.“ Er sei dankbar für die Anerkennung, die er erfahren habe, die Möglichkeiten, die ihm gegeben wurden, und die Freundschaft, die ihm entgegengebracht worden sei. An alle neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger richtete Pfarrer Jean Jose den Appell: „Lassen wir alle unsere Begabungen und Erfahrungen dafür einsetzen, dass Deutschland in allen Bereichen gestärkt wird – damit eine hoffnungsvolle Zukunft für alle Menschen, die hier leben, möglich bleibt.“
Vor dem Stehempfang sangen alle Teilnehmenden gemeinsam die Nationalhymne. Musikalisch umrahmt wurde der Neubürgerempfang von jungen Talenten der Musik- und Kunstschule Albstadt – Mika Lehsiak am Klavier und Emilia Rudnitzki an der Geige.


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