Neujahrsgruß von Landrat Günther-Martin Pauli
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zuversichtlich dürfen wir Zollernälbler nach vorne auf ein Jahr voller Chancen und Baustellen blicken. Seit vielen Jahren zeigen wir, dass bei uns Herausforderungen ideenreich, zukunftsbewusst und vor allem gemeinsam tatkräftig angepackt und gestaltet werden.
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Der überdurchschnittliche generationenübergreifende Zusammenhalt, das mit-menschliche Engagement und unser Teamgeist wirken kraftvoll und halten unseren Zollernalbkreis in Schwung.
Nicht nur glückliche Ereignisse und Nachrichten haben 2025 bestimmt. An der Grenze Europas tobt immer noch ein menschenverachtender Krieg. Die wirtschaftlichen Aussichten in Teilen unserer heimischen Unternehmen sind mitunter trübe bis düster. Und unser demokratischer Rechtsstaat droht im kaum mehr durchdringbaren bürokratischen Gestrüpp zu ersticken. Während wir bei auswärtigen Krisen wenig bewirken können, müssen wir uns um hausgemachte, über Jahre herangezüchtete und uns mittlerweile überwuchernde Überregulierungen umso entschlossener kümmern!
Schnellstmöglich muss in unserer Gesellschaft mehr Lust auf Mit-Verantwortung geweckt werden. Der Staat, die Politik darf nicht weiter dem Irrglauben anhängen, den Bürgerinnen und Bürgern sämtliche Lebensrisiken abnehmen zu können. Falsch verstandene, vorauseilende und oft zwangsbeglückende Versorgung ist wie Gift, das Eigenverantwortung, Kreativität und marktwirtschaftliches Denken betäubt. Soziale Maßnahmen müssen wir auf diejenigen konzentrieren, die sie notwendig brauchen, nur dann werden wir wieder zukunftsfähig. Leider kommen täglich neue bürokratieaufbauende Ideen um die Ecke, die zwar schöne Namen tragen, aber, ob Ehrenamtskarte, Bettensteuer oder Parkraummanagement: Dahinter verbergen sich oftmals kurzsichtige, ständig weiter belastende Verwaltungsaufgaben.
Die ressourcenverschlingenden Überregulierungen zeigen sich besonders drastisch in der Sozial- und Jugendhilfe: Die rasant steigenden Kosten in diesen Bereichen kommen nur zu einem Bruchteil den hilfsbedürftigen Personen zugute. Das ärgert uns, weil es unsere tiefste Überzeugung verletzt: Dass wir verantwortungsbewusst mit den uns anvertrauten Steuergeldern umzugehen haben. Gemeinsam mit dem Kreistag sowie den Städten und Gemeinden steuern wir seit Jahren einen finanzpolitisch achtsamen Kurs. Ende 2025 beträgt der Schuldenstand des Zollernalbkreises rund 31 Euro je Kreiseinwohner. Das gibt uns „Luft“ für notwendige Investitionen in Gesundheit, Bildung und Sicherheit und damit für die beherzte, zukunftsorientierte Weiterentwicklung unserer Heimat.
Eindringlich hat Professor Dr. Manfred Spitzer im Mai bei unserer Bildungskonferenz auf die Gefahren hingewiesen, die die übertriebene Nutzung von Smartphone & Co. auf die Bildung und die Gesundheit unreifer Nutzer entfalten können. Für diese Risiken wollen wir in unserer zunehmend digitalisierten Welt noch stärker sensibilisieren. Digitale Chancen – Bürgerservice, mehr Transparenz, flotteres Verwaltungshandeln – wollen wir als Landkreisverwaltung zielorientiert stärken.
Die Zeiten bleiben herausfordernd. Nehmen Sie sich, soweit möglich, in den kommenden Tagen Zeit zum Durchatmen und Entspannen. Wir wünschen Ihnen einen hoffnungsvollen, gesunden und glücklichen Start ins Jahr 2026!
Herzliche Grüße
Landrat Günther-Martin Pauli


