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Im Zollernalbkreis wird der Restmüll analysiert

Blick in einer Restmülltonne.

Wie viel ist drin und was ist drin? Im Zollernalbkreis steht demnächst eine sogenannte Restmüllsortieranalyse an. Der Inhalt der Tonnen wird dabei genau unter die Lupe genommen.

Den Text in Leichter Sprache finden Sie hier (PDF) (53,7 KiB).

Aufgrund europarechtlicher und bundesrechtlicher Vorgaben ist jedes Bundesland gehalten, Abfallwirtschaftspläne aufzustellen. Diese sind eine wichtige Planungsgrundlage für die Abfallentsorgung und -verwertung. Um die europäischen Vorgaben zu unterstützen, hat sich Baden-Württemberg das ambitionierte Ziel gesetzt, das Hausmüllaufkommen bis 2030 um 31 Prozent zu reduzieren. Erreicht werden soll dies unter anderem mit einer Verminderung von Organik und Wertstoffen im Hausmüll. Überprüft wird das anhand regelmäßiger Analysen in allen Land- und Stadtkreisen, um den Status Quo der Zusammensetzung des Mülls zu erfassen. Bei diesen Restabfallsortieranalysen sind zwei jahreszeitlich unabhängige Sortierkampagnen durchzuführen: eine in der vegetationsarmen (1. November bis 31. März) und eine in der vegetationsreichen Zeit.

Für den Zollernalbkreis wurde als Zeitraum der ersten Kampagne Montag bis Donnerstag, 16. bis 19. März 2026, festgelegt. Das vom Landratsamt beauftragte Unternehmen wird an den einzelnen Abfuhrtagen jeweils mehrere Hausmülltonnen in bestimmten Ortschaften auswählen und zunächst mit einem Zollstock den Füllstand der entsprechenden Mülltonne dokumentieren. Im Anschluss daran findet die Leerung des Behälters statt – wie gewohnt durch die örtlichen Müllfahrzeuge. Der gesammelte Müll wird anschließend in das Abfallwirtschaftszentrum Hechingen transportiert und dort sortiert sowie analysiert.

Für die Stichprobeneinheiten gilt als Auswahlgrundlage eine vorgegebene Bebauungsstruktur eines Gebietes, weshalb an unterschiedlichen Tagen verschiedene Bereiche angefahren werden: Gestartet wird mit Großwohnanlagen/Hochhäusern, an den übrigen Tagen folgen außerdem noch sogenannte neuländliche Strukturen mit Ein- und Zweifamilienhäusern, städtische Strukturen mit Mehrfamilienhaus-Bebauung sowie altländliche Strukturen mit Ein- und Zweifamilienhäusern.

Die gesammelten Daten aller Sortieranalysen sollen als Basis für die Abfallwirtschaftskonzepte auf kommunaler Ebene sowie für den Abfallwirtschaftsplan und dessen Fortschreibung dienen.