Zeckensaison – Gesundheitsamt rät zur Überprüfung des Impfstatus
In Baden-Württemberg, im Zollernalbkreis beginnt mit den wärmer werdenden Temperaturen die Zeckensaison. Damit steigt das Risiko, sich durch einen Zeckenstich mit einer gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis-Erkrankung (FSME) zu infizieren.
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Der Zollernalbkreis ist wie fast ganz Süddeutschland FSME-Risikogebiet. In diesem Jahr ist dem Gesundheitsamt bereits ein Fall gemeldet worden. 2025 wurden 28 Infektionen registriert. Bei FSME handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. „Den besten Schutz vor einer FSME-Erkrankung bietet die Impfung“, sagt Gesundheitsdezernentin Katja Miller. Ihr Rat: Den Impfstatus bei der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt überprüfen zu lassen und die weiteren Schritte zu besprechen. Der Arztbesuch sollte gleichzeitig dazu genutzt werden, die Dokumentation hinsichtlich aller anderen öffentlich empfohlenen Impfungen zu überprüfen und gegebenenfalls den Impfschutz vervollständigen zu lassen.
2024 lag die Quote bei der FSME-Impfung im Zollernalbkreis bei 13 Prozent und damit unter dem Bundes- (20 Prozent) und dem Landesschnitt (17 Prozent). Das ist insofern besonders tragisch und folgenschwer, da im Jahr 2024 im Landkreis die Inzidenz bei FSME-Erkrankungen mit 10,3 Fällen pro 100.000 Einwohnenden deutlich über dem Landesdurchschnitt von 2,0 lag und der Zollernalbkreis damit sogar die zweithöchste Inzidenz in Baden-Württemberg aufwies.
Zecken halten sich besonders gerne im Unterholz oder Gebüsch sowie in hohen Gräsern und losem Laub auf. Von dort werden sie von Menschen oder Tieren im Vorbeigehen unbemerkt abgestreift und mitgenommen. Wenn eine Zecke am Körper entdeckt wird, sollte sie möglichst schnell entfernt werden, am besten mit einer Pinzette oder mit einer speziellen Zeckenzange. Man sollte sie auf keinen Fall mit Öl oder Klebstoff übergießen. Die Zecke sollte dabei möglichst nahe der Haut in deren Kopfbereich gefasst und vorsichtig und gerade, das heißt ohne Drehung, herausgezogen werden. Im Anschluss sollte die kleine Wunde an der Stichstelle sorgfältig desinfiziert werden. Außerdem ist auf einen aktuellen Tetanusschutz zu achten.


