Felderbegehungen im Zollernalbkreis – Kulturen entwickeln sich überwiegend positiv
Bei Felderbegehungen haben sich zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte in den vergangenen Wochen ein aktuelles Bild von der Entwicklung der Kulturen im Zollernalbkreis verschafft.
Den Text in Leichter Sprache finden Sie hier (PDF) (55,1 KiB).
Die Wintergetreide reifen insgesamt gut heran und präsentierten sich vielerorts in einem gesunden Zustand. Der Krankheitsdruck blieb bis zum Zeitpunkt der Begehungen vergleichsweise gering. Die kühlen Nächte und die zeitweise trockene Witterung sorgten dafür, dass sich Pflanzenkrankheiten bislang nur langsam entwickeln konnten. Je nach Standort zeigten sich jedoch auch lückige Bestände. Ursache hierfür waren vor allem Staunässe und schwierige Bedingungen während der Herbst- und Wintermonate.
Die Maisbestände liefen vielerorts ebenso gleichmäßig auf. Früh gesäter Mais hatte infolge der kalten Nächte zunächst gelbliche Verfärbungen gezeigt. Mit den inzwischen deutlich wärmeren Temperaturen färben sich die Pflanzen nun grün und entwickeln sich zügig weiter. Für die Ertragserwartungen wird die Wasserversorgung der kommenden Wochen entscheidend sein.
Das Sommergetreide entwickelte sich bislang überwiegend zufriedenstellend. Die Bestände zeigten sich je nach Saatzeitpunkt und Standort unterschiedlich weit gediehen, profitierten jedoch von den zuletzt wärmeren Temperaturen und ausreichender Bodenfeuchtigkeit.
Deutlich differenzierter stellt sich dagegen die Situation im Winterraps dar. Die Bestände zeigen sich regional sehr unterschiedlich entwickelt. Neben gut ausgebildeten Schoten waren ebenso lückige und geschwächte Fruchtstände zu beobachten. Besonders auffällig ist in diesem Jahr das vermehrte Auftreten von Knospenwelke. Betroffene Pflanzen entwickelten sich nur eingeschränkt weiter oder verloren bereits Knospenanlagen, was sich negativ auf das Ertragspotenzial auswirkt. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von Stress durch Witterungseinflüsse bis hin zu schwankenden Wachstumsbedingungen im Frühjahr. Insgesamt zeichnet sich ab, dass 2026 kein einfaches Rapsjahr wird und die Ertragserwartungen vieler Betriebe entsprechend zurückhaltend sind.
Die Begehungen boten erneut eine wertvolle Gelegenheit für den Austausch zwischen Praxis, Beratung und dem Versuchswesen. Neben der Bestandesentwicklung war angesichts steigender Anforderungen im Pflanzenschutz die mechanische Unkrautregulierung ein wichtiges Diskussionsthema bei den teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirten.


