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Medizin hautnah – Studierende erhalten praxisnahe Einblicke

Mehrere Menschen stehen in einem Rettungswagen und davor und bekommen diesen erklärt.

Wertvolle Einblicke in die sektorenübergreifende und interprofessionelle Patientenversorgung vor Ort haben unlängst Medizinstudierende der Universität Tübingen im Rahmen des Modellprojekts „Regionen für ärztliche Ausbildung“ mit dem klinischen Wahlpflichtfach im Zollernalbkreis gewinnen können.

Den Text in Leichter Sprache finden Sie hier (PDF) (107,8 KiB).

Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen und dem Institut für Allgemeinmedizin & Interprofessionelle Versorgung des Universitätsklinikums Tübingen stärkt der Zollernalbkreis mit dem Modellprojekt die universitäre Ausbildung vor Ort. Das Wahlpflichtfach „Medizin hautnah – Patientenwege im Zollernalbkreis“ ist zudem ein Baustein zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung vor Ort: Die enge Zusammenarbeit von Universität, Klinikum, Praxen, Rettungsdienst und Apotheken schafft Perspektiven und macht die Region für junge Ärztinnen und Ärzte attraktiv. „Wir wollen Medizin-Studierende über den gesamten Ausbildungsweg begleiten und ihnen in unserem Zollernalbkreis so attraktive Bedingungen bieten, dass sie hier persönliche Chancen entdecken“, so Landrat Günther-Martin Pauli.

Im Wahlpflichtfach „Medizin hautnah – Patientenwege im Zollernalbkreis“, das erstmals stattfand, arbeiteten Studierende im klinischen Studienabschnitt (5. bis 10. Fachsemester) an drei Tagen in mehreren Hausarztpraxen im Landkreis in Kleingruppen mit echten Patientinnen und Patienten. Die angehenden Mediziner führten Anamnesen und Untersuchungen durch, diskutierten reale Behandlungsfälle und profitierten von der Begleitung durch niedergelassene Haus- und Fachärztinnen und -ärzte aus den Bereichen Gynäkologie, Neurologie und Kardiologie.

Mehrere Menschen stehen zusammen in einem Raum.

Ergänzend erhielten die Teilnehmenden Einblicke in den Rettungsdienst und besuchten die DRK-Leitstelle in Balingen. Die Praxis Wendepunkt in Meßstetten stellte ihre Arbeit in Physio-, Ergo- und Logopädie vor; dort erlebten die Studierenden ebenfalls Behandlungsabläufe direkt vor Ort. Apotheker Johannes Ertelt beriet fachlich zu Medikationsfragen. Ein gemeinsames Abendessen bot Gelegenheit zum persönlichen Austausch und Netzwerken.