Kleine Spülmaschinenkunde
Sie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Fast jeder Haushalt setzt bei der Reinigung des täglich anfallenden Geschirrs auf die Spülmaschine. Auch aus Umwelt- und Kostengründen macht das Sinn, verbraucht der Einsatz der Spülmaschine doch oft weniger Ressourcen, als das Spülen von Hand.
Wie pflege ich meine Spülmaschine?
- Einmal pro Woche sollte man das 65/70°C Hauptwaschprogramm wählen, um Keimbildung zu vermeiden.
- Die Gummilippen an der Tür mindestens einmal pro Woche mit einem feuchten Tuch reinigen. Vor allem an der unteren Gummilippe bleiben sehr häufig Fett- und Essensreste hängen.
- Die Siebe der Spülmaschine sollten alle ein bis zwei Wochen entnommen und gereinigt werden. Hier finden sich häufig Fettablagerungen und gröbere Speisereste. Nach erfolgter manueller Reinigung kann das Sieb auch im 70°C Programm der leeren Spülmaschine nachgereinigt werden.
Welches Spülprogramm wähle ich aus?
Eco-Programm: aus Umweltsicht die beste Einstellung für eine normal befüllte Spülmaschine. Durch niedrigere Temperatur als beim Normalprogramm und eine längere Einwirkzeit der Lauge, spart es bis zu 10% Energie bei guter ‚Reinigungsleistung.Automatik-Programm: sowohl für leichte, als auch stärkere Verschmutzungen geeignet. Beladungserkennung und Spülwasserkontrolle liefern der Maschine Rückschlüsse auf den Verschmutzungsgrad. Der sich daraus ergebenden Bedarf von Wasserzufuhr und Temperatur wird automatisch geregelt. So wird Energie und Wasser gespart.Kurz-Programm: eignet sich nur bei geringer Anschmutzung des Geschirrs, geht aber gleichzeitig mit hohem Energieverbrauch einher, da die Maschine mit schnell aufgeheiztem, hohem Wasseranteil arbeitet. Durch stark verkürzten Trockenvorgang kommt das Geschirr oft sehr nass aus der Maschine.Schon- und Glasprogramme: Für empfindliches Spülgut geeignet, Wassertemperatur bei ca. 45 °C.
Welches Spülmittel ist für meine Spülmaschine geeignet?
Im Supermarkt finden sich viele verschiedene Varianten von Geschirrspülmittel. Besonders beliebt sind Mehr-Phasen-Geschirrspültabs, die alle Reinigungskomponenten enthalten.
Pulver: Eine sparsame und bedarfsangepasste Dosierung ist jederzeit möglich, es löst sich gut und schnell im Wasser auf und sorgt für eine optimale Reinigung. Pulver benötigt keine zusätzliche Verpackung. Es schont sowohl den Geldbeutel, als auch die Umwelt.Mehrphasengeschirrspültabs/ Gels: Sie sind fertig dosiert und beinhalten immer alle Reinigungskomponenten. Um ein optimales Ergebnis zu erhalten, sollten hier die Voraussetzungen stimmen: Wasserhärte eingestellt, Maschine voll beladen und Geschirr durchschnittlich verschmutzt. Bei leichter Verschmutzung oder wenn die Maschine nicht voll beladen wird, sind Tabs und Pods überdosiert. Auch wird häufig eine zusätzliche Umverpackung benötigt. Die Umweltbelastung ist daher höher als bei Pulver.Spülmaschinensalz: Dient der Wasserenthärtung. Die Dosierung wird bei Inbetriebnahme der Maschine an die Wasserhärte angepasst. Sie dosiert so automatisch die benötigte Menge pro Spülgang.Multitabs enthalten genügend Salz bis 21 Grad deutscher Härte. In Regionen mit härterem Wasser sowie beim Gebrauch von Solotabs und Pulvern braucht die Maschine zusätzlich Salz.Klarspüler: Die Dosierung wird ebenfalls bei Inbetriebnahme der Maschine eingestellt. Die Oberflächenspannung des Wassers wird herabgesetzt, er sorgt so für ein tropfen- und streifenfreies Ergebnis. Bleiben Schlieren auf dem Geschirr, Dosierung verringern, bleiben Wasserflecken, Dosierung etwas erhöhen.
Achtung:
- Niemals normale Handspülmittel im Geschirrspüler verwenden! ‚Sie enthalten keine Schaumregulatoren haben und überquellender Schaum kann die Elektronik der Maschine beschädigen.
- Hausmittel wie Natron oder Essig als Spülmittelersatz sind für die Spülmaschine völlig ungeeignet.
- Der Verzicht auf Klarspüler oder Regeneriersalz ist nicht empfehlenswert. Sowohl die Maschine, als auch das zu reinigendes Geschirr können Schaden nehmen.
- Verzichten Sie der Umwelt zuliebe auf unnötige Mittel wie Spülmaschinendeo, Entkalker und Hygienereiniger.
Was darf nicht in die Spülmaschine?
- Holzteile (Schneidebretter, Kochlöffel etc.)
- Aluminiumtöpfe oder Küchenutensilien aus Aluminium (Kartoffelpresse, Knoblauchpresse, …)
- Silber und Silberbesteck, Gegenstände aus Kupfer, Messing und Zinn
- Hochwertige Messer, Schneide- und Putzmesser
- Rostende Gegenstände wie Sparschäler
- Teures Porzellan mit Aufglasurdekor sowie Bleikristall- oder bemalte Gläser und Tassen
- Plastikteile (können sich verformen und trocknen schlecht)
Quellen: Verbraucherservice Bayern, Stiftung Warentest (u.a. Ausgabe 10/2020), Öko-Test (u.a. 11/2023), https://www.forum-waschen.de/online-spuelvergleichs-rechner-abwasch-per-hand-maschine.html


