Smartphone-Begleitung, Social Media und KI – Medienpädagogik wichtiger denn je
Angesichts der aktuellen Diskussionen um das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und Berichten über mögliche Schließungen von Kreismedienzentren spricht sich Landrat Günther-Martin Pauli gegen vorschnelle Kahlschlagdebatten aus. Vor allem die medienpädagogische Arbeit sei wichtiger denn je.
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„Die Vorgänge am Landesmedienzentrum müssen ohne Zweifel transparent aufgearbeitet werden. Es darf jedoch keinesfalls passieren, dass unsere funktionierenden Einrichtungen vor Ort in diesen unappetitlichen Strudel geraten und pauschal in Frage gestellt werden“, betont Landrat Pauli. Das Team um Leiter Christoph Abt habe das Kreismedienzentrum Zollernalbkreis mit kreativen Ideen zu einem modernen Dienstleister und wertvollen Partner für Städte, Gemeinden, Schulen, Kitas und das Ehrenamt vor Ort entwickelt.
Angesiedelt ist es nach einer sukzessiven Zentralisierung mehrerer Standorte seit 2022 in modernen Räumen und unter hervorragenden Bedingungen an der Technologiewerkstatt Albstadt. „Diese bewährten regionalen Strukturen dürfen nicht Opfer landesweiter Debatten werden“, so Pauli. Landkreise wie der Zollernalbkreis, die Medienpädagogik ernst nehmen und engagiert fortführen möchten, dürften vom Land nicht alleine gelassen werden.
Als Ansprechpartner für Schulen und Bildungseinrichtungen bietet das KMZ ein breites Spektrum an Workshops für Klassen, Informationsveranstaltungen für Eltern sowie Angebote für Lehrkräfte und pädagogische Fachleute. Im Mittelpunkt steht der sichere, verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien. Die Themen sind so vielfältig wie herausfordernd – etwa die Nutzung sozialer Netzwerke und digitaler Spiele, die Prävention von Cybermobbing oder die Begleitung beim ersten eigenen Smartphone. Über Formate wie die neu gegründete MINT-Region Zollernalb, die Computerspielschule, den Coding Corner in elf Büchereien oder den Makerspace bringt das KMZ moderne Technologien wie 3D-Druck, Robotik und KI-Wissen direkt zu den Kindern und Jugendlichen. Ergänzend werden Erzieherinnen und Erzieher bei der Umsetzung des neuen Orientierungsplans (Medienbildung) unterstützt. Dank der vom KMZ bereitgestellten Telepräsenz-Avatare können schwerkranke Kinder aus dem Zollernalbkreis weiterhin virtuell am Unterricht ihrer Klasse teilnehmen.
Daneben unterstützt das Kreismedienzentrum Vereine, kirchliche Institutionen, lokale Behörden sowie Organisationen wie Feuerwehren und Jugendgruppen mit Verleihgeräten – von Hochleistungs-Beamern, Leinwänden und Tontechnik bis hin zu Schuldisco-Sets. Nicht zuletzt entlastet das KMZ Städte und Gemeinden ohne eigene IT-Abteilung bei der Verwaltung und Einrichtung von Tablets sowie Schulnetzwerken.


