Vernetzung aller Akteure – KVBW stärkt ambulante Versorgung im Zollernalbkreis
Die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung ist eine zentrale Herausforderung – damit sie im Zollernalbkreis gelingt, will die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) die regionalen Akteure besser miteinander vernetzen.
Den Text in Leichter Sprache finden Sie hier (PDF) (57,9 KiB).
Auftakt war unlängst eine Veranstaltung im Landratsamt in Balingen, die die KVBW gemeinsam mit der Kommunalen Gesundheitskonferenz auf die Beine gestellt hatte. Ziel war es, angesichts einer angespannten hausärztlichen Versorgungslage – im Mittelbereich Balingen etwa droht eine Unterversorgung – die relevanten Akteure zusammenzubringen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Hausärzteschaft, Ärzten in Weiterbildung, Zollernalb Klinikum und Kommunen nahmen daran teil.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass eine gute Vernetzung vor Ort für die nachhaltige Weiterentwicklung der ambulanten Versorgung entscheidend ist. Diskutiert wurde unter anderem der Aufbau dauerhafter Austauschformate wie Ärztestammtische und Fortbildungsangebote. Besonderes Augenmerk lag auf der Einbindung und erfolgreichen Gewinnung von Studierenden sowie Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung. Zugleich wurde die wachsende Rolle der Kommunen bei der Gestaltung einer attraktiven Infrastruktur und als Ansprechpartner für Vernetzung und Praxisansiedlung betont. Ergänzende Angebote wie Bürgermobile oder niedrigschwellige Gesundheitscafés für die Bevölkerung wurden ebenfalls als unterstützende Maßnahmen angeregt.
Ausgangspunkt für die Netzwerkveranstaltung war eine gezielte Initiative der KVBW, die angesichts der angespannten Versorgungslage ihre Aktivitäten im Zollernalbkreis im Jahr 2025 intensiviert hatte. Im Dialog mit kommunalen Akteuren, der Hausärzteschaft und dem Gesundheitsamt zeigte sich, dass eine bislang unzureichende Vernetzung eine zentrale Hürde für eine nachhaltige Weiterentwicklung der ambulanten Versorgung darstellt. „Das Beispiel aus dem Zollernalbkreis zeigt, dass die Sicherstellung der ambulanten Versorgung nicht allein durch formale Planungsinstrumente gelingt. Es erfordert die Bereitschaft aller Beteiligten zur Zusammenarbeit vor Ort“, betonte Dr. Doris Reinhardt, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW. Reinhardt lobt die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt sowie die engagierte Bereitschaft und Offenheit des Zollernalb Klinikums und der Kommunen, sich in den Prozess einzubringen. „Entscheidend für den Erfolg solcher Maßnahmen ist das gemeinsame Handeln von Ärzteschaft, Kommunen, Kliniken und Verwaltung“, so die Vorständin. Das Vorgehen im Zollernalbkreis unterstreiche den Anspruch der KVBW, ihre Verantwortung für die Sicherstellung der ambulanten Versorgung aktiv und frühzeitig wahrzunehmen – gemeinsam mit den Regionen und bevor Versorgungsengpässe entstehen.
Weitere Informationen:
Einen Überblick über die Aktivitäten und Projekte der Kommunalen Gesundheitskonferenz Zollernalbkreis bietet der Jahresbericht 2025. Dieser kann online auf www.zollernalbkreis.de/kommunale+gesundheitskonferenz unter „Aktuelles“ abgerufen werden.


