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Gemeinsam für gesunde Entwicklung – Bewegungspass startet in Bisingen

Viele Personen stehen in einer Halle zusammen.

Mit der Einführung des Bewegungspasses setzt Bisingen ein starkes Zeichen für die Gesundheitsförderung von Kindern. Unterstützt wird die Gemeinde dabei vom Zollernalbkreis, von der AOK Neckar-Alb und vom Turngau Zollern-Schalksburg.

Den Text in Leichter Sprache finden Sie hier (PDF) (54,4 KiB).

Ziel ist es, die motorische Entwicklung von Kindern im Alter von zwei bis sieben Jahren spielerisch zu fördern, Freude an Bewegung zu vermitteln und gleichzeitig soziale Kompetenzen nachhaltig zu stärken. Mit Bisingen sind nun 17 Städte und Gemeinden im Landkreis an dem erfolgreichen Programm beteiligt.

Zur Auftaktveranstaltung in der Kirchspielsporthalle begrüßte Bürgermeister Roman Waizenegger zahlreiche Gäste, darunter Landrat Günther-Martin Pauli, Lisa Wagner vom Gesundheitsamt des Zollernalbkreises, Manuela Horvat-Bock von der AOK Neckar-Alb, Stefanie Tušek als Multiplikatorin des Programms sowie Erzieherinnen und Elternbeiräte der kommunalen Kindertageseinrichtungen. Für die pädagogischen Fachkräfte startete direkt im Anschluss an den offiziellen Startschuss die erste von drei Qualifizierungsmöglichkeiten.

Bürgermeister Roman Waizenegger machte deutlich, dass Bewegung in den Bisinger Kindertageseinrichtungen seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert habe: „In unseren Kindertageseinrichtungen wird bereits jeden Tag hervorragende Arbeit geleistet. Das zeigt sich eindrucksvoll in den Entwicklungsportfolios der Kinder, wenn sie sich auf den Weg in die Grundschule machen. Mit dem Bewegungspass möchten wir die pädagogischen Fachkräfte dabei unterstützen, Motorik- und Bewegungsförderung noch einfacher und praxisnah in den Kita-Alltag zu integrieren.“ Mehrere Bisinger Einrichtungen verfügen über Bewegungsräume und schaffen damit gute Voraussetzungen für eine bewegungsfreundliche Entwicklung. Für Waizenegger ist neben der körperlichen Aktivität das Gemeinschaftserlebnis entscheidend: „Beim Spielen und Bewegen lernen unsere Kinder, Rücksicht zu nehmen, Regeln einzuhalten und als Gruppe zusammenzuwachsen. Deshalb ist es wichtig, ihnen früh attraktive Angebote zu machen und Alternativen zu Bildschirm, Computer und Handy aufzuzeigen.“

Manuela Horvat-Bock von der AOK Neckar-Alb unterstrich, dass regelmäßige Bewegung über die motorische Entwicklung hinauswirke. Sie stärke die körperliche und psychische Gesundheit und bilde gemeinsam mit einer ausgewogenen Ernährung eine wichtige Grundlage für ein robustes und fittes Aufwachsen. Lisa Wagner vom Gesundheitsamt Zollernalbkreises stellte die Entwicklung des Bewegungspasses im Landkreis vor. Gemeinsam mit dem Turngau Zollern-Schalksburg koordiniert das Amt das Programm seit seiner Einführung im Jahr 2018. Inzwischen nehmen kreisweit rund 9.500 Kinder in 109 Kindertageseinrichtungen, 29 Sportvereinen und fünf Grundschulen daran teil. Begleitet werden sie von 365 zertifizierten Fachkräften. „Unser Ziel ist es, Kinder möglichst früh für Bewegung zu begeistern und damit wichtige Grundlagen für ihre Gesundheit zu schaffen. Gleichzeitig möchten wir die pädagogischen Fachkräfte mit praxisnahen Materialien unterstützen. Die Begleitung endet dabei nicht mit der Qualifizierung – durch regelmäßige Austauschtreffen, einen Newsletter und fachliche Impulse stehen wir den Einrichtungen langfristig als Ansprechpartner zur Seite“, erklärte Wagner.

Die fachliche Qualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher übernimmt Multiplikatorin Stefanie Tušek. Das Programm setzt auf spielerische Bewegungsaufgaben mit verschiedenen Tiersymbolen: Die Schlange steht für das Überwinden von Hindernissen, das Känguru für das Hüpfen, der Seehund für Werfen und Fangen, das Eichhörnchen für das Balancieren. Eigene Bewegungsideen der Kinder finden ebenfalls ihren Platz – dafür steht das Chamäleon. Für absolvierte Übungen sammeln die Kinder Sticker in ihrem persönlichen Bewegungspass und erhalten am Ende eine Urkunde. Darüber hinaus werden die teilnehmenden Einrichtungen mit umfangreichen Materialtaschen ausgestattet, sodass die Bewegungsangebote unkompliziert in den Kita-Alltag integriert werden können.