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Vor dem ersten Frost – Energieagentur gibt Tipps zum Heizstart

Ein Thermostat an einem Heizkörper.

Die ersten kalten Tage sind da – die Heizsaison beginnt. Angesichts steigender Energiepreise empfiehlt die Energieagentur Zollernalb, den Verbrauch zu überprüfen und mögliche Einsparpotenziale zu erkennen.

Den Text in Leichter Sprache finden Sie hier (PDF) (150,2 KiB).

„Viele Haushalte setzen sich erst mit ihrem Heizenergieverbrauch auseinander, wenn die Abrechnung vorliegt. Dabei lohnt es sich, bereits zu Beginn der Heizperiode das eigene Heizverhalten und die Einstellungen der Anlage zu überprüfen, den aktuellen Preis pro Kilowattstunde zu kennen und den Verbrauch regelmäßig im Blick zu behalten", sagt Matthias Schlagenhauf von der Energieagentur Zollernalb. Wer jetzt gegensteuert, kann böse Überraschungen bei der nächsten Abrechnung vermeiden.

Bereits am ersten Heiztag sollten Schwachstellen behoben werden, die unnötig Energie und damit Geld kosten: nicht entlüftete oder zugestellte Heizkörper, falsch eingestellte Thermostate oder eine Heizungssteuerung, die möglicherweise nicht ideal an das Gebäude angepasst wurde. Diese Punkte sollten, so der Tipp, zum Saisonstart überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Ebenso ist die Dämmung der warmwasserführenden Leitungen im unbeheizten Bereich eine Maßnahme mit hohem Einsparpotenzial und geringen Kosten.

Viele Menschen unterschätzen außerdem, wie viel Energie sich durch die richtige Einstellung der Heizung sparen lässt. Abschalt- oder Absenkzeiten sowie eine eventuell vorhandene Trinkwasserzirkulation sollten an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Mit der korrekten Einstellung der Heizkurve lässt sich viel Energie sparen.  Oftmals ist diese zu steil und zu hoch eingestellt: Das Niveau der Vorlauftemperatur liegt dann insgesamt zu hoch und steigt bei sinkenden Außentemperaturen stärker an, als es für die Beheizung des Gebäudes erforderlich wäre. Das kostet Effizienz und damit Geld.

Ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage kann dazu beitragen, die Wärmeverteilung und die Einstellung der Heizungsanlage weiter zu optimieren. Insbesondere nach größeren energetischen Sanierungsmaßnahmen wie dem Tausch von Fenstern oder der Dämmung von Dach oder Fassade ist ein solcher Abgleich sinnvoll.

Trotz deutlich gestiegener Neukundenpreise für Strom und insbesondere für Erdgas kann sich zudem ein Tarifwechsel lohnen. Wer noch in der Grundversorgung oder einem inzwischen deutlich teureren Tarif steckt, zahlt unter Umständen mehr als nötig. Der Rat: Vertragsbestandteile wie Preise, Preisgarantie, Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen jetzt prüfen und neben dem reinen Arbeitspreis auch auf den Grundpreis zu achten.

Ob sich eine Heizungsoptimierung, ein hydraulischer Abgleich oder sogar der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnt, hängt stark vom individuellen Gebäude ab. Die Fachleute der Energieagentur unterstützen dabei unabhängig von Herstellern und Anbietern – mit einem realistischen Blick auf Kosten, Amortisation und Fördermöglichkeiten. Beratungen sind online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch möglich. Weitere Informationen gibt es auf www.energieagentur-zollernalb.de sowie telefonisch unter 07433/92-1385.